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Bildarchiv Rauscher - Fotoarchiv historische Architektur

Architekturfotografie und denkmalpflegerische Bilddokumentation
Baudenkmale und Architekturgeschichte in Niedersachsen, Brandenburg und Sachsen

 

Stockphoto-Galerie Nr.1a  Foto, Fotografie, Bild, Abbildung

Architektur und Baukultur im ländlichen Raum

Dorf, Bauernhaus, Bauernhof, Wirtschaftsgebäude, Nebengebäude, Außenanlagen, Dorflandschaft

Bildarchiv Bauernhaus und Bauernhof, historische Gebäude und Architekturdetails

 

Fotograf und Urheberrecht:  Dipl.-Architekt Norbert Rauscher
Architektur- und Planungsbüro, D-16548 Glienicke/Nordbahn, Kieler Straße 16
Telefon: (033056) 80010, E-Mail: n.rauscher@web.de, Internet: www.rauscher-architekt.de

 

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Martfeld (Landkreis Diepholz; Niedersachsen), Wiesengrund; Bauernhaus von 1881, Niederdeutsches Hallenhaus / Dielenhaus, ursprünglich Wohn-Stall-Haus (Wohnstallhaus, korrekt eigentlich Wohnstallspeicherhaus), jetzt als Wohnhaus genutzt; im Verband gemauerter Sichtziegelbau der Gründerzeit mit Steilgiebel und Schlussstein mit Inschrift und Erbauungsjahr im Korbbogen über dem Dielentor; dezente Ziegelfriese und Schmuckformen; alte (offenbar ursprüngliche) Rundbogen-Metallsprossenfenster; Dielentor ersetzt (oder umgebaut ?) durch dreiteiliges Haustürelement mit Kämpfer und Oberlicht in Anlehnung an die regionaltypischen traditionellen Torformen (sehr schöne Lösung !); Giebelkanten mit Blechverwahrung, neuere Betonstein-Dachdeckung; Hoffläche mit altem Natursteinpflaster; Aufnahmedatum: 1.10.2007





 

Martfeld (Landkreis Diepholz; Niedersachsen), Hauptstraße; Bauernhaus von 1887, Niederdeutsches Hallenhaus / Dielenhaus, Wohn-Stall-Haus (Wohnstallhaus, korrekt eigentlich Wohnstallspeicherhaus), jetzt offenbar nur noch als Wirtschaftsgebäude genutzt; im Verband gemauerter Sichtziegelbau der Gründerzeit mit Steilgiebel und Schlussstein mit Inschrift und Erbauungsjahr über dem Dielentor; dezente Ziegelfriese und Schmuckformen; vor Ort angetragener Stuck (kein Montagestuck) für Fenster- und Toreinfassungen (Putzbekleidungen, Außenbekleidungen aus vor Ort angetragenem Putz); alte Rundbogen-Metallsprossenfenster; Dielentor erneuert; Aufnahmedatum: 1.10.2007




 

Marzahna (Fläming; Brandenburg), zwei ehemalige Großbauernhäuser um 1880-1900, Fassadenschmuck vollständig entfernt, älterer Neuverputz; kleines Wohngebäude vor der Kirche (Büdnerhaus, ehemals Küster oder Gemeindehirte ?); Dorfkirche siehe Stockphoto-Galerie Nr.1b; Aufnahmedatum: 7.6.2007


 

Medingen (Kreis Kamenz; Sachsen), Hauptstraße; sächsisches (mittelsächsisches) Fachwerkhaus um 1720 mit Schaugiebel zur Straße, ehemaliges Pfarrhaus; Erdgeschoss (Unterstock) massiv aus Mauerwerk; Oberstock zweifach verriegeltes Fachwerk vmtl. mit Lehmstaken-Ausfachung; Eckständer und Bundständer teils mit aufgeblatteten Kopfbändern (Kopfstreben), Brüstungsfelder mit Andreaskreuzen bzw. Kreuzstreben (Fußstreben) geschmückt, Brustriegel unter den Fenstern eventuell nachträglich im Zusammenhang mit Fenstervergrößerung tiefer gesetzt (dabei Andreaskreuze entfernt ?); neue Einflügelfenster mit Kämpfer- und Pfostenattrappe; fensterloser Schaugiebel mit "Spitzsäule" (bis zum First durchlaufender Mittelständer) und Andreaskreuzen in vierfacher Reihung übereinander; Satteldach mit neuer Biberschwanz-Doppeldeckung; Baudenkmal; Aufnahmedatum: 3.9.2009

Literatur:
Alfred Fiedler und Jochen Helbig: Das Bauernhaus in Sachsen. Akademie-Verlag Berlin 1967
Roland Ander: Fachwerk- und Umgebindehäuser in Sachsen. Enthalten in: Fachwerkbauten in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Sachsen. Verlag für Bauwesen, Berlin / München 1992. Nach den Angaben unter anderem auf S.258 handelt es sich bei dem gezeigten Gebäude um einen sowohl konstruktiv als auch formal typischen Bau für die Übergangsregion zwischen mittelsächsischem Hügelland und Südrand der Lausitzer Heide.







 

Meinbrexen (Weserbergland, Landkreis Holzminden; Niedersachsen), Dorfstraße; kleines, wohl umgebautes niederdeutsches Dielenhaus mit Utlucht auf niedrigem Sockel, datiert 1706 und 1730; Fachwerkhaus in Geschossbauweise mit Utlucht in Stockwerkbauweise unter eigenem Dach; beide Geschosse bzw. Stockwerke einfach verriegelt; neue zweiflügelige Haustür, neue Einflügelfenster mit Sprossenimitation, weiß getünchte bzw. beschichtete Ausfachung; Steilgiebel mit Plattenbekleidung, Satteldach mit Pfannendeckung; Aufnahmedatum: 13.5.2010



 

Meinbrexen (Weserbergland, Landkreis Holzminden; Niedersachsen), Dorfstraße; ehemaliges Pastorenwohnhaus/ Pfarrhaus von 1852 (nach Auskunft der Eigentümer); schlichter, quer erschlossener zweistöckiger Fachwerkbau von fünf Achsen auf Sockel aus rotem Wesersandstein-Quadermauerwerk; flächenbündiger Stockwerkbau mit sichtbaren Balkenköpfen über beiden Stockwerken, Balken-Zwischenräume ausgemauert (keine Füllhölzer), auf der Giebelseite unter der Traufe die Stichbalkenkonstruktion erkennbar; unverputzte weiß getünchte Ziegelausfachung; offenbar noch ursprüngliche klassizistische zweiflügelige Haustür mit Kämpfer und Oberlicht, neue Einflügelfenster mit Sprossenimitation; flach geneigtes Krüppelwalmdach mit Sollingplatten-Dachdeckung und Schneefangbohle; Aufnahmedatum: 13.5.2010



 

Melle-Gerden (Landkreis Osnabrück; Niedersachsen), Riemsloher Straße; niederdeutsches Hallenhaus, datiert 1818 auf dem Torbalken; Fachwerkbau als Vierständerbau / Vierständerhaus, Giebelseite mit neuer Sichtziegelausfachung, Langständern und Langstreben (lange Fußstreben); auf profilierten Knaggen dreifach (incl. Giebelspitze) leicht vorkragender Giebel (Knaggen-Giebel, Konsol-Giebel), das Giebeltrapez mit verputzter Ausfachung, das obere Giebelfeld waagerecht verbrettert; alle Saumschwellen des Giebels mit Inschriften (Sinnsprüche) auf ganzer Länge; Torbalken (Torholm, Torsturz) mit Inschriften (Namen der Bauherrschaft, Baujahr, Sinnspruch), Torständer und ausgerundete Winkelhölzer (Kopfstreben) mit Blumenranken-Ornamentik verziert; beidseits der Torständer auf Torbalkenhöhe kleine Fenster zur Belichtung der Diele; zweiflügeliges Dielentor aus Holz mit Schlagleiste und Oberlichtern mit Sprossenverglasung (ursprünglich war hier ein Tor mit Dösselanschlag eingebaut, der Dösselkopf am Torbalken ist noch vorhanden); alte Doppelmuldenfalzziegel-Dachdeckung, Ortgänge mit Schieferbekleidung; der Fachwerkgiebel ist erheblich windschief; Aufnahmedatum: 23.5.2010









 

Melle-Eicken (Landkreis Osnabrück; Niedersachsen), Buersche Straße; eindrucksvoller Bauernhof mit Fachwerk-Bauernhaus und Fachwerk-Scheune; niederdeutsches Hallenhaus (Wohnwirtschaftsgebäude, Wohn-Stall-Speicher-Haus), datiert 1825 auf dem Torbalken; Fachwerkbau als Vierständerbau / Vierständerhaus mit einer eventuell erst nachträglich angebauten Kübbung (Abseite); Langständerbau mit Langstreben (lange Fußstreben) und verputzter Ausfachung, giebelseitig eine Langstrebe offenbar bei Umbau gekürzt; Steilgiebel vollständig waagerecht verbrettert, Saumschwelle (Giebelschwelle, Giebelbalken) gering vorstehend auf glatt schräg geschnittenen Balkenköpfen der Stichbalkenlage, über dem Dielentor zwei schmale Sprossenfenster zur Belichtung der Diele; Torgebinde mit ausgerundetem Torbalken (Torholm, Torsturz) auf ausgerundeten Winkelhölzern (Kopfstreben), in der Mitte des Torbalkens Dösselkopf mit Zapfenloch für den ehemals hier eingesetzten Dössel (Düssel, Torpfosten, herausnehmbares Setzholz als senkrechter Anschlag für die ursprünglichen Torflügel); Torbalken mit Inschriften zu Bauherrschaft und Baujahr, Kopfstreben mit Baumeisterinschrift (Jost Henrich Titgemeyer, Baumeister) und Zimmermeistersymbolen (Winkel und Hammer), verzierte Torständer mit profilierten Radabweisern; schönes altes (aber nicht ursprüngliches) Dielentor aus Holz mit geteilten Torflügeln, herausnehmbares profiliertes Querholz (Setzholm) als waagerechter Anschlag für die senkrecht verbretterten Torflügel, geschwungene Oberflügel mit feiner Sprossenverglasung; ältere Dielen- und Stallfenster als Holzsprossenfenster, rechts eine Stalltür; ältere Wellplattendachdeckung (ursprünglich wohl Stroh- oder Reetdeckung).

Links n
eben dem Hallenhaus steht eine große Querdielenscheune mit zwei Durchfahrtsdielen (querdielige Doppeltorscheune, Querdielen-Durchfahrtsscheune), datiert 1867, Langständerbau mit langen Fußstreben, giebelseitig wohl Ställe mit separaten Stalltüren (oder ehemals Knechtwohnungen ?), Giebel vollständig waagerecht verbrettert; beide Torgebinde mit Inschriften (Sinnspruch, Bauherrschaft, Baudatum, Baumeisterinschrift Meister Wiebusch), verzierte Torständer, beide Torbalken mit Dösselkopf, heutige Tore mit Schlagleisten; ältere Wellplattendachdeckung; Aufnahmen am späten Nachmittag, Aufnahmedatum: 23.5.2010














 

 


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