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Bildarchiv Rauscher - Fotoarchiv historische Architektur

Architekturfotografie und denkmalpflegerische Bilddokumentation
Baudenkmale und Architekturgeschichte i
n Niedersachsen

 

Stockphoto-Galerie Nr.1a  Foto, Fotografie, Bild, Abbildung

Architektur und Baukultur im ländlichen Raum

Dorf, Bauernhaus, Bauernhof, Wirtschaftsgebäude, Nebengebäude, Außenanlagen, Dorflandschaft

Bildarchiv Bauernhaus und Bauernhof, historische Gebäude und Architekturdetails

 

Fotograf und Urheberrecht:  Dipl.-Architekt Norbert Rauscher
Architektur- und Planungsbüro, D-16548 Glienicke/Nordbahn, Kieler Straße 16
Telefon: (033056) 80010, E-Mail: n.rauscher@web.de, Internet: www.rauscher-architekt.de

 

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Cloppenburg (Museumsdorf Cloppenburg, Oldenburger Münsterland; Niedersachsen); Speicher / Getreidespeicher / Kornspeicher von 1717 zu einem Niederdeutschen Bauernhof, 1956 umgesetzt / transloziert vom ehemals 100 ha großen Hof Westermann aus Varenesch, Landkreis Vechta, wohl der größte erhaltene Kornspeicher des Oldenburger Landes; zweistöckiger Fachwerkbau auf minimalem Natursteinsockel, Wandständerbau mit Lehmstakenausfachung, gering vorkragendem Oberstock und Satteldach mit Reetdeckung, Giebeldreieck senkrecht verbrettert; Unterstock zweifach, Oberstock einfach verriegelt, Eckständer mit kurzen Streben, gerundete Füllhölzer zwischen den Balkenköpfen; giebelseitige Ladeluken mit Kettenaufzug für Oberstock und Dachraum; Erbauerinschrift im Sturzriegel über der Tür; zuletzt der im Museum hinter einem niedersächsischen Bauernhof angelegte Bauerngarten; Aufnahmedatum: 25.9.2007

Literatur: Museumsdorf Cloppenburg. Museumsführer Niedersächsisches Freilichtmuseum, herausgegeben von Helmut Ottenjann, Museumsdorf Cloppenburg 1998, Seite 91

Freilichtmuseum: Das bereits 1934 planmäßig als Museumsdorf angelegte niedersächsische Freilichtmuseum Cloppenburg widmet sich auf einer Fläche von ca. 15 Hektar vorrangig den beiden norddeutschen Hausformen "Ostfriesisches Gulfhaus" und "Niederdeutsches Hallenhaus", daneben den in der Region verbreiteten diversen Wirtschafts- und Nebengebäuden sowie der ländlichen niedersächsischen Baukultur insgesamt. Das Museum zählt zu den ältesten großräumig-konzeptionell angelegten Freilichtmuseen in Deutschland. In überschaubarer Größenordnung und sehr angenehmer Atmosphäre kann man hier die niederdeutsche ländliche Wirtschafts-, Handwerks- und Baugeschichte erleben; auch für gute Gastronomie ist gesorgt. Ein Besuch ist unbedingt zu empfehlen. Wer ganz in der Nähe ein gutes Hotel sucht, der sollte im Parkhotel Cloppenburg direkt am Stadtpark absteigen, komfortabel, zentral und dennoch ruhig. Weitere Informationen zum Freilichtmuseum finden sich im Internet unter www.museumsdorf.de



 

Cloppenburg (Museumsdorf Cloppenburg, Oldenburger Münsterland; Niedersachsen), Niederdeutsches Hallenhaus um 1800 aus Hollenermoor im Saterland (Landkreis Cloppenburg; Niedersachsen), nach seinem Herkunftsgebiet bezeichnet als "Saterhaus", im Museumsdorf wieder aufgebaut 1956; Zweiständer-Hallenhaus in Ankerbalken-Hochrähm-Konstruktion, niedriger Feldsteinsockel, Außenwände einfach verriegelt mit geweißter Ausfachung, tiefgezogenes Walmdach mit Reetdeckung, Schleppwalme über den giebelseitigen Kübbungen, Firstsicherung durch Heide (oder Heideplaggen ?) unter Drahtgewebe, zeitgenössische Innenausstattung; die Dachflächen über den Seitenschiffen (Abseiten / seitliche Kübbungen) sind teilweise mit Hohlpfannen gedeckt, möglicherweise, um durch Herausnehmen der nur aufgelegten Dachpfannen den kleinen Dachraum (Hille) über den Kübbungen von außen beschicken zu können; im Außenbereich sind neuzeitliche Holzbildwerke ausgestellt; Aufnahmedatum: 25.9.2007

Mit Saterhaus wird in Niedersachsen eine entwicklungsgeschichtlich alte Form des Niederdeutschen Hallenhauses bezeichnet, diese Bezeichnung verweist jedoch auf die Herkunftsregion und nicht auf konstruktive oder hauskundliche Aspekte. Konstruktiv handelt es sich beim Saterhaus um ein Niederdeutsches Hallenhaus als Zweiständerbau, der in allen Teilen des niederdeutschen Kulturraums nachzuweisen und auch in anderen Freilichtmuseen zu besichtigen ist. Ob grundsätzlich alle Zweiständerbauten im Saterland mit durchgezapften Ankerbalken und Hochrähm abgezimmert wurden, wird im Museum nicht mitgeteilt. Das historische Saterland war eine etwa 15 Km lange Sandinsel im Moor, eine kleine und eng begrenzte friesische Kultur- und Sprachregion der Saterfriesen im Oldenburger Münsterland mit einer interessanten Geschichte. Die naturräumliche Isolation hat dazu geführt, dass sich hier eine eigenständige Kulturlandschaft herausgebildet und sehr lange erhalten hat.

Literatur: Museumsdorf Cloppenburg. Museumsführer Niedersächsisches Freilichtmuseum, herausgegeben von Helmut Ottenjann, Museumsdorf Cloppenburg 1998, ab Seite 84 und zur Konstruktionsgeschichte ab Seite 113





 

Cloppenburg (Museumsdorf Cloppenburg, Oldenburger Münsterland; Niedersachsen), Niederdeutsches Hallenhaus vor 1750 aus Astrup (Visbek, Landkreis Vechta), im Museumsdorf seit 1937; kleines Heuerhaus / Heuerlingshaus ohne Kammerfach als Zweiständer-Hallenhaus auf niedrigem Feldsteinsockel, geweißte Ausfachung, Walmdach mit Steckwalm über dem Dielentor, Reetdeckung stark mit Moos bewachsen (ungünstiger Standort im Schatten unter Bäumen), Innenausstattung des frühen 19.Jahrhunderts als Holzschuhmacherwerkstatt; dieses Heuerhaus ist das kleinste Wohnhaus im Museumsdorf; Aufnahmen bei sehr trüben Lichtverhältnissen, Aufnahmedatum: 25.9.2007

Literatur: Museumsdorf Cloppenburg. Museumsführer Niedersächsisches Freilichtmuseum, herausgegeben von Helmut Ottenjann, Museumsdorf Cloppenburg 1998, Seiten 53-54



 

Cloppenburg (Museumsdorf Cloppenburg, Oldenburger Münsterland; Niedersachsen), Wirtschaftsgebäude (Blaufärberei) aus Menslage (Landkreis Osnabrück; Niedersachsen), errichtet 1847, ins Museumsdorf übertragen / transloziert / wieder aufgebaut 1968; zweifach verriegelter Fachwerkbau mit Ziegelausfachung auf niedrigem Ziegel-Sockelmauerwerk, drei Wandständer mit natürlicher Astgabelung ersetzen die Kopfstreben zur Längsaussteifung, kleine einflügelige Sprossenfenster; Satteldach mit Hohlpfannen-Dachdeckung in traditioneller Form ohne Dachrinne (die Auswirkungen der fehlenden Dachrinne sind vorzüglich am Sockelbereich des Gebäudes zu sehen); Aufnahmedatum: 25.9.2007


 

Cloppenburg (Museumsdorf Cloppenburg, Oldenburger Münsterland; Niedersachsen), Kolonat (Kolonistenhof, Siedlerhof) aus Firrel (Ostfriesland); Beischeune, errichtet um 1908, später mehrfach verändert und umgebaut, der Hauptraum diente als Torflager, die Seitenwände wurden daher zur besseren Durchlüftung nur mit einer dünnen Lage Stroh abgedeckt; danach das Haupthaus zum gleichen Hof, ein ostfriesisches Gulfhaus von 1903, ins Museumsdorf übertragen / transloziert 1998 und wieder aufgebaut 2003; zuletzt der hinter dem Hof in regionaltypischer Form angelegte Bauerngarten; Aufnahmedatum: 25.9.2007



 

Cloppenburg (Museumsdorf Cloppenburg, Oldenburger Münsterland; Niedersachsen), Scheune von 1850 aus Badbergen (Artland), 1981 ins Museumsdorf übertragen / transloziert; Querdurchfahrtsscheune, Fachwerkbau / Wandständerbau mit erneuerter Ziegelausfachung, Fachwerkhölzer der Giebelseite stark vergraut / ausgeblichen, Giebelspitze mit Diagonalverleistung zur Zierde ("Rautenkipp"); Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen, Aufnahmedatum: 25.9.2007



 

Cloppenburg (Museumsdorf Cloppenburg, Oldenburger Münsterland; Niedersachsen), Niederdeutsches Hallenhaus aus Goldenstedt (Landkreis Vechta), errichtet 1835-1840, 1936 demontiert, transloziert und 1938 im Museumsdorf wieder aufgebaut; Zweiständerbau mit Ziegelausfachung, Krüppelwalmdach mit Reetdeckung, großes verziertes Rauchloch mit weißen Ortbrettern / Giebelbrettern eingefasst, zeitgenössische Innenausstattung; daneben eine gezäunte Fachwerkscheune ("Zaunscheune", "Heuscheune") von 1760 aus Schwaneburg (Landkreis Cloppenburg), 1938 ins Museumsdorf übertragen; Querdurchfahrtsscheune als Wandständerbau, Gefache mit luftdurchlässiger Ausfachung aus Staken und Rutengeflecht ohne Strohlehmbewurf (gezäunte Gefache), Hölzer und Ruten ausgeblichen; Walmdach mit Reetdeckung, Firstsicherung aus Heide / Heideplaggen unter Drahtgewebe; Aufnahmedatum: 25.9.2007




 

Cloppenburg (Museumsdorf Cloppenburg, Oldenburger Münsterland; Niedersachsen), Bockwindmühle / Ständermühle aus Essern (Landkreis Nienburg), vermutlich 1638 errichtet und damit eine der ältesten Windmühlen Niedersachsens, 1966 ins Museumsdorf übertragen / transloziert; Aufnahmedatum: 25.9.2007

Literatur: Museumsdorf Cloppenburg. Museumsführer Niedersächsisches Freilichtmuseum, herausgegeben von Helmut Ottenjann, Museumsdorf Cloppenburg 1998, Seiten 12-15 (mit Konstruktionszeichnungen)


 

Cloppenburg (Museumsdorf Cloppenburg, Oldenburger Münsterland; Niedersachsen), Kappenwindmühle aus Bokel bei Cappeln (Landkreis Cloppenburg), Holländerwindmühle, um 1765 errichtet, 1938 an das Museumsdorf übereignet und dort 1941 wieder aufgebaut; Außenbekleidung vollständig aus Holzschindeln; Aufnahmedatum: 25.9.2007

Literatur: Museumsdorf Cloppenburg. Museumsführer Niedersächsisches Freilichtmuseum, herausgegeben von Helmut Ottenjann, Museumsdorf Cloppenburg 1998, Seiten 93-98 und 130 (ausführliche Beschreibungen mit Konstruktionszeichnungen)


 

Cloppenburg (Museumsdorf Cloppenburg, Oldenburger Münsterland; Niedersachsen), Bauernhaus / Gulfhaus aus Scharrel (Landkreis Cloppenburg), errichtet 1822 (Datierung gemäß geschmiedeten Giebelankern), mit später in die Fassade eingesetzten Eigentümerplatten / Haustafeln aus Sandstein ohne Bezug zum Baudatum, ins Museumsdorf übertragen / transloziert und wieder aufgebaut 1966-1967; typisch ostfriesische Ausstattung des späten 19.Jahrhunderts von Küche und Wohnbereich; traditionelle Dachdeckung ohne Dachrinne mit alten Handstrich-Hohlziegeln auf Strohdocken; das Gulfhaus ist ein friesisches Wohn-Stall-Speicherhaus in Massivbauweise (meist als Sichtziegelbau) mit einem großen zentralen, bis zum Dachfirst offenen (also ohne Heuboden) Erntestapelraum, genannt "Gulf"; Aufnahmedatum: 25.9.2007

Literatur: Museumsdorf Cloppenburg. Museumsführer Niedersächsisches Freilichtmuseum, herausgegeben von Helmut Ottenjann, Museumsdorf Cloppenburg 1998, ab Seite 37; sehr gute Erläuterungen zum Gulfhaus ab Seite 122




 

Cloppenburg (Museumsdorf Cloppenburg, Oldenburger Münsterland; Niedersachsen), Niederdeutsches Hallenhaus von 1806, Erbwohnhaus zum Hof Quatmann aus Elsten (Landkreis Vechta; Niedersachsen), Zimmermeister W. Katmann, 1936 ins Museumsdorf übertragen, 1945 durch Kriegseinwirkung / Brand vollständig zerstört, 1961 im Museum detailgenau rekonstruiert; das zu besichtigende Gebäude mit einer Firstlänge von 45 m und einer Grundfläche von rund 640 m2 ist somit eine vollständige Kopie. Der Quatmannshof war die erste Hofanlage des Museumsdorfes Cloppenburg, das Erbwohnhaus Quatmann war das prächtigste Hallenhaus des Oldenburger Landes. Gemäß Museumsführer lag der Gesamtbedarf an Eichenholz bei rund 200 m3 (!). Es ist außerordentlich zu begrüßen, dass dieses Gebäude als Nachbau für die Öffentlichkeit wiederhergestellt wurde.

Wohnstallhaus (Wohnwirtschaftsgebäude, Wohn-Stall-Scheunen-Haus), sehr materialintensiver und prunkvoller Fachwerkbau mit Ziegelausfachung als Zweiständer-Hallenhaus, giebelseitig enges Rasterfachwerk, beidseitig mit hohen Abseiten / Kübbungen, deren hohe Außenwände bewirken, dass sich das Gebäude optisch einem Vierständerbau nähert; Flettdielenhaus mit einem durch "Scherwand" vom Stallteil abgetrennten Flett, zeitgenössische Innenausstattung; niedriges Sockelmauerwerk aus Feldsteinen mit einer Decklage aus Sandsteinquadern; dreifach vorkragender Prunkgiebel mit Scheinstockwerken auf stark profilierten Knaggen bzw. kurzen Kopfstreben (Stufengiebel / Knaggen-Giebel / Konsol-Giebel), die Giebelspitze mit Biberschwanz-Holzschindeln in Doppeldeckung bekleidet; Vorschauer mit Dielentor außen und "Hecktür" / "Heckentür" innen, Stalltüren im Vorschauer, Torständer mit kräftig profilierten Radabweisern aus dem vollen Holz gearbeitet; außen zwei Kübbungstüren als Zugänge zu den giebelseitigen Pferdeställen, unter dem Dachbalken (Giebelbalken, Hauptbalken) kleine Knechtkammer-Fenster über diesen Pferdeställen; Hausinschriften auf Torbalken, Giebelbalken und Stockwerkbalken (Bauherrschaft, Baumeister, Baujahr, Sinnsprüche); Satteldach mit Reetdeckung, Firstsicherung durch drei Reihen Hohlpfannen auf Strohdocken; neben dem Haus ein großer regionaltypischer Bauerngarten / Hausgarten mit Buchsbaumhecken als Beeteinfassung; Aufnahmen zu unterschiedlichen Tageszeiten und bei wechselnden Lichtverhältnissen, Aufnahmedatum: 25.9.2007

Literatur: Museumsdorf Cloppenburg. Museumsführer Niedersächsisches Freilichtmuseum, herausgegeben von Helmut Ottenjann, Museumsdorf Cloppenburg 1998, ausführlich ab Seite 33


















 

Cloppenburg (Museumsdorf Cloppenburg, Oldenburger Münsterland; Niedersachsen), Hofanlage Wehlburg aus Wehdel (Artland, Altkreis Bersenbrück, Landkreis Osnabrück), bestehend aus Erbwohnhaus (Niederdeutsches Hallenhaus), Torscheune, Backhaus, Schweinestall mit Remise, Getreide- und Dreschscheune sowie einer weiteren (separaten) Remise.

Niederdeutsches Hallenhaus von 1750, Erbwohnhaus "Wehlburg" (urkundlich nachweisbar seit 1444 als freier Bauernhof), errichtet unter Leitung des Zimmermeisters Hermann Wehage, 1972-1975 demontiert und im Museumsdorf wieder aufgebaut, im Grundriss ca. 14 m x 36 m = 504 m2 bei 9 m Giebelhöhe, der Prunkgiebel gehört zu den absoluten Höhepunkten der Artländer Giebelbaukunst / Zimmermannskunst und ist mit einer spektakulären Baugeschichte verbunden (Artländer Giebelwettstreit zwischen den Höfen Wehlburg und Wohnunger, beide in Wehdel). Schon allein für dieses Gebäude lohnt sich ein Besuch im Museum.

Wohnstallhaus (Wohnwirtschaftsgebäude, Wohn-Stall-Scheunen-Haus), äußerst materialintensiver und prunkvoller Fachwerkbau mit Ziegelausfachung auf niedrigem Sockelmauerwerk aus Sandsteinquadern, Zweiständer-Hallenhaus als Flettdielenhaus mit einem durch "Scherwand" vom Stallteil abgetrennten Flett, originale (zum Haus gehörende) Innenausstattung; giebelseitig sehr enges Rasterfachwerk, vierfach vorkragender Artländer Prunkgiebel mit Scheinstockwerken auf stark profilierten Knaggen bzw. kurzen Kopfstreben (auch: Artländer Knaggengiebel / Konsolgiebel / Stufengiebel / Geschossgiebel / Stockwerkgiebel), die Giebelspitze senkrecht verbrettert; Vorschauer (regional als "Wamm" bezeichnet) mit zurückgesetztem Dielentor, Stalltüren im Vorschauer, Torständer mit kräftig profilierten Radabweisern (ursprünglich aus dem vollen Holz gearbeitet); Hausinschriften auf Torbalken, Giebelbalken und Stockwerkbalken (Bauherrschaft, Baumeister, Baujahr, Sinnsprüche); Satteldach mit Reetdeckung, Firstsicherung durch drei Reihen Dachziegel; die Nebengebäude vor dem Giebel bilden einen vierseitig umschlossenen Hof ("Vaohlt" / "Vaolt" genannt), neben dem Haus ein großer repräsentativer Bauerngarten mit Nutz- und Ziergehölzen (unter anderem Buchsbaum und Eibe mit Formschnitt); die Wirtschaftsgebäude ebenfalls aus Fachwerk mit Ziegelausfachung, Dachdeckungen mit Hohlpfannen (Handstrichziegel auf Strohdocken); Aufnahmen leider bei trüben Lichtverhältnissen, Aufnahmedatum: 25.9.2007

Literatur:
Zur Bau-, Wirtschafts- und Sozialstruktur des Artlandes im 18. und 19.Jahrhundert. Materialien zur Volkskultur nordwestliches Niedersachsen, Heft 1; Autorengruppe, Herausgeber Helmut Ottenjann, Museumsdorf Cloppenburg 1992. Die gesamte Publikation widmet sich auf 155 Seiten der Wehlburg mit ausführlichen Darstellungen zu Bau-, Kultur- und Wirtschaftsgeschichte sowie dem Artländer Bauerngarten am Beispiel der Hofanlage Wehlburg.
Museumsdorf Cloppenburg. Museumsführer Niedersächsisches Freilichtmuseum, herausgegeben von Helmut Ottenjann, Museumsdorf Cloppenburg 1998, ausführlich ab Seite 16

























 

Cloppenburg (Museumsdorf Cloppenburg, Oldenburger Münsterland; Niedersachsen), Niederdeutsches Hallenhaus von 1793, Erbwohnhaus zum Hof Haake aus Cappeln (Landkreis Cloppenburg), transloziert und 1950 im Museumsdorf wieder aufgebaut; Wohnstallhaus (Wohnwirtschaftsgebäude, Wohn-Stall-Scheunen-Haus), Fachwerkbau mit Ziegelausfachung als Vierständer-Hallenhaus, giebelseitig enges Rasterfachwerk, Flettdielenhaus, später umgebaut, zeitweise mit Gaststube und Ausschank von selbstgebrautem Bier, das heutige Gebäude wurde wieder auf den Ursprungszustand zurückgeführt; dreifach vorkragender Prunkgiebel mit Scheinstockwerken auf profilierten Knaggen (Stufengiebel / Knaggen-Giebel / Konsol-Giebel), die Giebelspitze senkrecht verbrettert mit Lüftungsloch in Herzform, daneben IHS-Symbol; Vorschauer mit segmentbogigem Außen-Dielentor und außen angeschlagener "Hecktür" (Gattertür, Zauntür), Stalltüren für die giebelseitigen Pferdeställe außen und im Vorschauer, Torständer mit Radabweisern aus dem vollen Holz gearbeitet, unter dem Dachbalken (Giebelbalken, Hauptbalken) kleine Knechtkammer-Fenster über den Pferdeställen; Hausinschriften auf Torbalken, ausgerundeten Winkelhölzern und Giebelbalken (Sinnsprüche, Baujahr, IHS-Symbol); Satteldach mit Reetdeckung, Firstsicherung durch Heideplaggen unter Drahtgewebe. Aufnahmen bei wechselnden Lichtverhältnissen, Aufnahmedatum: 25.9.2007

Literatur: Museumsdorf Cloppenburg. Museumsführer Niedersächsisches Freilichtmuseum, herausgegeben von Helmut Ottenjann, Museumsdorf Cloppenburg 1998, ausführlich ab Seite 101

Hinweis zum Christussymbol / Christusmonogramm IHS: Auf der Website der Katholischen Kirche in Kärnten findet sich folgende Erklärung: Das Christussymbol besteht in der griechischen Sprache des Neuen Testaments aus den ersten drei Buchstaben des Namens Jesu, es hat in der Tradition zwei Bedeutungen gewonnen: Jesus Hominum Salvator (Jesus der Erlöser der Menschen) - oder - Jesum Habemus Socium (Wir haben Jesus als Gefährten). Mit dem Christussymbol / Jesussymbol IHS verbunden ist meist das Kreuz und teilweise auch der Mond mit den Sternen. Bei einem Gebäude ist damit von außen sofort erkennbar, dass die Bauherrschaft katholisch war.






 

Cloppenburg (Museumsdorf Cloppenburg, Oldenburger Münsterland; Niedersachsen), Gebäudeensemble um den Hof Haake (siehe oben): Zaunscheune von 1730 aus Varenesch und Speicher-Remise von 1792 aus Norddöllen (beide Landkreis Vechta); traufseitig erschlossene Querdielenscheune / Durchfahrtsscheune in Fachwerkbauweise, im Sockelbereich mit waagerechter Bohlenausfachung, darüber Ausfachung mit senkrechten Holzstaken und bewusst winddurchlässiger Füllung aus Heidekraut, Weidenruten und Ginster ("gezäunte Ausfachung" - daher die Bezeichnung "Zaunscheune"), Giebel verbrettert, Satteldach mit Reetdeckung, Firstsicherung durch Heideplaggen unter Drahtgewebe; zuletzt Details von der Lehmstaken-Ausfachung der Speicher-Remise, Fachwerkbau auf Feldsteinsockel, Lehmverstrich glatt ausgerieben ohne weitere Oberflächenbehandlung (nicht gekalkt); Aufnahmedatum: 25.9.2007

Literatur: Museumsdorf Cloppenburg. Museumsführer Niedersächsisches Freilichtmuseum, herausgegeben von Helmut Ottenjann, Museumsdorf Cloppenburg 1998, ausführlich ab Seiten 108-109



 

 


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