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Bildarchiv Rauscher - Fotoarchiv historische Architektur

Architekturfotografie und denkmalpflegerische Bilddokumentation
Baudenkmale und Architekturgeschichte

 

Stockphoto-Galerie Nr.5  Foto, Fotografie, Bild, Abbildung

Texturen, Strukturen, Oberflächen, Materialien, historische Baustoffe, Naturstein

 

Fotograf und Urheberrecht:  Dipl.-Architekt Norbert Rauscher
Architektur- und Planungsbüro, D-16548 Glienicke/Nordbahn, Kieler Straße 16
Telefon: (033056) 80010, E-Mail: n.rauscher@web.de, Internet: www.rauscher-architekt.de

 

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Kalkstein-Quadermauerwerk, vor einigen Jahren neu errichtetes Mauerwerk aus Kalkstein als Schichtmauerwerk aus maschinell gesägten Kalksteinquadern, in der Wirkung wie Kalksandstein, Oberflächen teilweise durch Umwelteinflüsse gezeichnet, die braunen und teilweise ausgelaufenen Verfärbungen könnten durch Kontaktkorrosion entstanden sein (Lagerung, verrostete Sägeblätter); Hofmauer zu einem Grundstück in Halberstadt (Sachsen-Anhalt); Aufnahmedatum: 30.8.2016



 

Natursteinmauerwerk, regelmäßiges Kalkstein-Sandstein-Quadermauerwerk nach Sanierung, Steine teilweise ersetzt; Stephanikirche von 1732 in Goslar; Aufnahmedatum: 7.5.2008



 

Natursteinmauerwerk, regelmäßiges Kalkstein-Sandstein-Quadermauerwerk (natürlicher Kalksandstein) mit feinen Fugen; im Kern mittelalterlich, um 1878 rekonstruiert, in jüngster Vergangenheit saniert; Kaiserpfalz, Goslar; Aufnahmedatum: 5.5.2008



 

Natursteinmauerwerk, einigermaßen regelmäßiges Bruchstein-Quadermauerwerk, Kalkstein; im Kern mittelalterlich, um 1878 rekonstruiert, in jüngster Vergangenheit saniert; Kaiserpfalz, Goslar; Aufnahmedatum: 5.5.2008



 

Natursteinmauerwerk, einigermaßen regelmäßiges Bruchstein-Quadermauerwerk, Kalkstein; im Kern mittelalterlich, in jüngster Vergangenheit saniert; Kloster Drübeck (Nordharz); Aufnahmedatum: 10.5.2008



 

Natursteinmauerwerk, unregelmäßiges Quader-Haustein-Bruchsteinmauerwerk überwiegend aus Kalkstein, ursprünglich 12.Jahrhundert, 1859-1873 restauriert und teilweise rekonstruiert, letzte Generalrestaurierung wohl mit Neuverfugung 2003-2012; romanische Stiftskirche Sankt Cyriakus in Gernrode (Sachsen-Anhalt); Aufnahmedatum: 27.8.2016


 

Natursteinmauerwerk, einigermaßen regelmäßiges Kalkstein-Quadermauerwerk, Schichtenmauerwerk mit Schichthöhen zwischen etwa 15-25 cm, offenbar vor einiger Zeit gereinigt, eventuell auch neu verfugt; Waterloo Block (Waterloo Barracks, errichtet 1845) im Tower of London (England); soweit erkennbar, ist der Kalkstein (engl.: limestone) sandhaltig, er könnte somit auch als natürlicher Kalksandstein bezeichnet werden; Aufnahmen bei trübem Wetter, das Mauerwerk ist noch etwas feucht vom vorangegangenen Regen; Aufnahmedatum: 10.7.2014




 

Natursteinmauerwerk, Bruchstein-Haustein-Mauerwerk aus Kalkstein (Bath Stone / Bath-Stein); ältere Hofmauer zu einem Grundstück in Claverton (Grafschaft Somerset; England), offenbar in jüngerer Vergangenheit gereinigt und bereichsweise mit Zementmörtel neu verfugt; zuletzt eine bei Reparaturarbeiten ganz frisch aufgesetzte Mauerabdeckung / Mauerkrone aus geschliffenem Bath Stone in einer extrem porösen Variante, bei der die Poren noch offen sind und die natürliche Steinfarbe noch gut sichtbar ist; Aufnahmen bei trübem Wetter, Aufnahmedatum: 16.7.2014

Bath Stone / Bath-Stein, Bathstein ist ein ist ein berühmter englischer Kalkstein, der in weiten Teilen Südenglands schon seit Jahrhunderten abgebaut und verarbeitet wird. Das Zentrum des Abbaus lag in der Umgebung von Bath, daher der Name; die historischen Gebäude der Stadt Bath sind fast vollständig aus diesem Stein errichtet. Das Sedimentgestein ist richtungslos (engl.: freestone), nur wenig sandhaltig, fast immer sehr porös und daher leicht zu bearbeiten, es kann problemlos gesägt und geschliffen werden. Die hohe Porosität bewirkt eine hohe Wasseraufnahme, was jedoch bei dem milden englischen Klima keine Folgen hat (Frostabplatzungen wie in Deutschland sind hier kaum bekannt). Der Stein hat im frisch gebrochenen / bearbeiteten Zustand eine warme, helle und leicht gelbliche Farbe; leider bleibt dies zumindest in frei bewitterter Situation nicht lange erhalten, weil durch Umwelteinflüsse (Ablagerungen in den Poren) die Steine schon bald deutlich nachdunkeln, im Ergebnis sind sie dann eher grau.



 

Natursteinmauerwerk, regelloses Bruchstein-Haustein-Mauerwerk überwiegend aus Kalkstein, weitgehend im Originalzustand, Sichtseiten nur teilweise behauen / geglättet, mit grobkörnigem Kalkmörtel verfugt, offenbar in jüngster Vergangenheit lediglich gereinigt ohne weitere Ausbesserungen; das Mauerwerk zeigt sehr schön die ursprüngliche Farbwirkung von Kalkstein und Mörtel (abgesehen von wenigen Oxidationserscheinungen bei eisenhaltigen Steinen); ländliches Nebengebäude in Horton (südliche Cotswolds, South Gloucestershire; England); Aufnahmen bei Sonnenschein, Aufnahmedatum: 17.7.2014




 

Natursteinmauerwerk, regelloses Bruchstein-Haustein-Mauerwerk aus Kalkstein, verschiedene traditionell-dörfliche Hofmauern zu Grundstücken in Ditteridge (südliche Cotswolds, Grafschaft Wiltshire; England); Sichtseiten der Steine plan behauen, nur rückseitig in Zementmörtel gesetzt (oder Fugen gleich nach dem Aufmauern tief ausgekratzt), so dass optisch die Wirkung einer Trockenmauer entsteht; teilweise von Flechten besiedelt; Aufnahmen bei bedecktem Himmel, Aufnahmedatum: 16.7.2014






 

Natursteinmauerwerk, regelloses Bruchstein-Haustein-Mauerwerk aus überwiegend plattigen Kalksteinen zu einer Hofmauer in Castle Combe (südliche Cotswolds, Grafschaft Wiltshire; England), rückseitig in Mörtel gesetzt mit tiefen offenen Fugen; offenbar handelt es sich um einen spaltbaren (plattigen / schichtigen / geschichteten) Kalkstein, der traditionell auch zur Herstellung von Dachsteinen bzw. Dachplatten verwendet wurde; Aufnahmen bei Abendsonne, Aufnahmedatum: 16.7.2014


 

Natursteinmauerwerk, regelloses Kalksteinmauerwerk zu einem historischen Wohnhaus in Castle Combe (südliche Cotswolds, Grafschaft Wiltshire; England), offenbar vielfach umgebaut, mit eingemauerten Holzbalken, Fugenmörtel teilweise über die Steine gestrichen, teils starke Oxidationserscheinungen (Abschuppungen) wohl durch eisenhaltigen Kalkstein; Aufnahmedatum: 16.7.2014



 

Natursteinmauerwerk, Bruchstein-Quadermauerwerk, zu großen Teilen Kalkstein / Kalksandstein; saniert und neu verfugt; Schloss Wernigerode (Nordharz); Aufnahmedatum: 12.5.2008



 

Natursteinmauerwerk, Bruchstein-Mauerwerk mit geglätteten Sichtseiten aus (Rüdersdorfer ?) Kalkstein mit geringen Anteilen an natürlichem Kalksandstein, saniert und und neu verfugt, wohl auch zu Teilen rekonstruiert, Kanten und einige Füllstellen mit Mauerziegeln / Backstein; Zitadelle / Festung in Berlin-Spandau, Innenseite (Hofseite) einer historischen Festungsmauer im Bereich der Bastion Brandenburg; aus welcher Bauphase dieses Mauerwerk ursprünglich stammt, konnte nicht ermittelt werden; Aufnahmedatum: 25.3.2015






 

Natursteinmauerwerk, unregelmäßiges Bruchstein-Mauerwerk aus Kalkstein, saniert und neu verfugt mit flächenbündigem Fugenverstrich; Osterwieck (nördliches Harzvorland; Sachsen-Anhalt); Aufnahmedatum: 8.5.2008



 

Natursteinmauerwerk, unregelmäßiges Bruchstein-Haustein-Mauerwerk aus Muschelkalkstein zu einem Stallgebäude um 1900, transloziert aus Kleinrinderfeld (Landkreis Würzburg), saniert und wieder errichtet im Fränkischen Freilandmuseum in Bad Windsheim (Mittelfranken; Bayern); Aufnahmedatum: 2.9.2015




 

Natursteinmauerwerk, unregelmäßiges Kalkstein-Bruchsteinmauerwerk, Mischung aus Bruchstein, Spaltstein, Haustein, Quader, überwiegend relativ neu verfugt; Außenmauern der Burg Gravensteen in Gent (Flandern, Ostflandern; Belgien); die Burg entstand in ihrer heutigen Form im 13.-14.Jahrhundert und wurde im Laufe der Zeit mehrfach umgebaut, saniert, repariert und rekonstruiert; es ist leicht erkennbar, dass das hier gezeigte Mauerwerk aus verschiedenen Bauphasen stammt; einige Bereiche sind etwas durchnässt, sie erscheinen dadurch dunkler; nach den Angaben in Reiseführern handelt es sich um den berühmten belgischen Tournaiser Kalkstein / Tournai-Kalkstein, der besonders in den dunklen Farben zwischen blaugrau bis schwarzgrau beliebt ist, er findet wegen seiner Frostbeständigkeit auch als Pflaster Verwendung; Aufnahmedatum: 17.8.2012

Literatur: Eine gute Übersicht über die Vielfalt der in Belgien abgebauten Kalksteinarten findet sich auf einer kommerziellen belgischen Website unter www.steineundmarmor.be









 

Natursteinmauerwerk, unregelmäßiges Haustein-Quadermauerwerk, wohl 14.Jahrhundert; saniertes, teils rekonstruiertes und komplett neu verfugtes Außenmauerwerk der Kathedrale Sankt Salvator in Brügge (Brugge / Bruges, Flandern / Westflandern; Belgien), Steenstraat; die Gesteinsart konnte vor Ort nicht sicher abgeklärt werden, vermutlich handelt es sich um einen sehr harten Sandstein / Grauwacke; Aufnahmen bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen, Aufnahmedatum: 16.8.2012





 

Natursteinmauerwerk, unregelmäßiges Bruchstein-Haustein-Mischmauerwerk, saniert, verschiedene Gesteinsarten, darunter viel Kalkstein; Goslar (Westharz; Niedersachsen); Aufnahmedatum: 5.5.2008



 

Natursteinmauerwerk, einigermaßen regelmäßiges Bruchstein-Quadermauerwerk; diverse Orte


 

Natursteinmauerwerk, unregelmäßiges Mischmauerwerk, saniert und neu verfugt (untere Reihe noch unverfugt); im Kern romanisch; Kloster Ilsenburg (Nordharz); Aufnahmedatum: 10.5.2008




 

Natursteinmauerwerk aus Schiefer, Schiefermauerwerk, Schiefergestein, unregelmäßiges Mauerwerk fast ausschließlich aus sichtseitig bearbeiteten / geglätteten Schiefersteinen in unterschiedlichen Farben, aufgemauert mit offenen Sichtfugen (keine Verfugung), Sockelmauerwerk aus Granitquadern oder vorgesetzten Granitplatten, Toreinfassung und Mauerkrone aus Sandstein; Einfriedung zum denkmalgeschützten Areal der Burg (Castillo de los Duques de Alba) an der Calle Castillo in Alba de Tormes (Provinz Salamanca, Region Kastilien-León; Spanien), errichtet wohl zweite Hälfte 20.Jahrhundert; Aufnahmedatum: 2.6.2016







 

Natursteinmauerwerk aus Schiefer, Schiefermauerwerk, unregelmäßiges / hammergerechtes Schichtenmauerwerk aus bearbeiteten Schiefersteinen in flachen Schichten mit flächenbündigen Einfassungen für Kanten, Laibungen usw. aus Granit; Hôtel dit Francois du Parc (herrschaftliches Wohnhaus, 17.Jahrhundert) im Zentrum von Morlaix (Département nördliches Finistère, Bretagne; Frankreich), Restaurierung 2011 vermutlich mit Neuverfugung; Aufnahmedatum: 23.7.2013




 

Natursteinmauerwerk, historisches Quadermauerwerk, Gesteinsart unklar; Goslar, Niedersachsen; Aufnahmedatum: 11.5.2008


   

Naturstein-Ziegel-Mischmauerwerk, Vorsatzmauerwerk / Verblendmauerwerk im Sockelbereich mit Sanierungsbedarf; Kellersockel zu einem Bauernhaus von 1933 in der Niederlausitz (Landkreis Dahme-Spreewald; Brandenburg); traditionelles und zwischen ca. 1900-1940 für die ganze Niederlausitz regionaltypisches Sockelmauerwerk mit Zierverfugung (aufgesetzte Fugen, "Krampfaderverfugung", siehe unten), Ziegelmauerwerk für Ecken, Kanten und Laibungen sowie als oberer Sockelabschluss, Füllflächenausmauerung mit gespaltenen Feldsteinen (Feldstein-Spaltstein) aus der Region; Aufnahmedatum: 8.8.2011




Wulstfugen, Wulstverfugung: Die unter Maurern und Baufachleuten umgangssprachlich als "Krampfaderfugen" bezeichneten aufgesetzten (erhabenen) Zierverfugungen von Sichtmauerwerk jeder Art verbreiteten sich als Mode der Zeit um 1900 in ganz Deutschland. Die Ausführung erfolgte meist mit besonderen Formeisen (Fugeneisen, Fugeisen, Fugkelle, Ausfugkelle, Ausfugeisen) als separate nachträgliche Verfugung, also nicht gleich in Verbindung mit dem Aufmauern der Wand. Beim Aufmauern wurden die Fugen nur ausgekratzt und somit für die spätere Verfugung vorbereitet. Aus baufachlicher Sicht ist diese Art der Verfugung falsch, weil sich darauf Wasser, Schnee und Eis absetzen, was die Verfugung meist schon nach kurzer Zeit zerstört, ganz besonders unter den klimatischen Verhältnissen in Deutschland. Im oben gezeigten Bildbeispiel wurde die Verfugung außerdem noch aus zu hartem Zementmörtel ausgeführt. Dieser harte Fugenmörtel ist weder in der Lage, Temperaturspannungen abzubauen noch hat er sich mit dem weichen Kalkmörtel des Mauerwerks verbunden.

Nur die aufgesetzten / erhabenen Zierverfugungen von Mauerwerk, die auf den Stein- bzw. Ziegelkanten aufsitzen (siehe die folgenden Fotos), werden als Wulstfugen oder Krampfaderfugen bezeichnet. Alle anderen Verfugungen, die zwischen den Steinkanten liegen, werden bei gerundeten Formen als Rundstabfugen, Stabfugen oder Rippenfugen bezeichnet (auch wenn sie geringfügig aus die Mauerflucht hervortreten) und bei glatt-kantigen Formen mit Grat als Gratfugen, Dachfugen oder Stegfugen. Wann welche Fugenart entstanden ist, konnte bisher nicht sicher ermittelt werden. Bei akkurater geradliniger Ausführung mit gerundetem Querschnitt zwischen den Steinkanten besonders in Ziegelmauerwerk / Backsteinmauerwerk wird allgemein von Rundstabfugen gesprochen. Dachfugen wurden bereits für die mittelalterliche / romanische Backsteinarchitektur nachgewiesen, siehe z.B.: Ernst Badstübner, Dirk Schumann: Backsteintechnologien in Mittelalter und Neuzeit, Lukas Verlag, Berlin 2003, Seite 93-94. Sehr gute und umfangreiche Informationen zum Thema Fugen, Fugenprofile und Fugengestaltung in Ziegel- und Natursteinmauerwerk finden sich im Reallexikon zur Deutschen Kunstgeschichte bei Friedrich Kobler: Fuge (Baukunst), im Internet unter www.rdklabor.de/wiki/Fuge_(Baukunst).

Wulstverfugungen / Krampfaderverfugungen tauchen bei Sanierung und Neubau bis heute immer wieder auf, teils aus dem Bedürfnis heraus, zumindest formal in heimatlicher Tradition zu bauen, teils wegen denkmalpflegerischer Empfehlungen oder Auflagen zur Wiederherstellung eines ursprünglichen Zustandes. Dass diese Mode zu Beginn des 20.Jahrhunderts nicht nur in Deutschland verbreitet war, zeigen die Bilder weiter unten. Schon seit vielen Jahren wird in der Fachliteratur auf die bautechnischen Probleme dieser Verfugungsart hingewiesen, so z.B. Otto Frick: Handbuch der Steinkonstruktionen, Willy Geissler Verlag, Berlin 1927, Seite 137: "Der Fugenverstrich soll nie gegen die Mauerflucht vortreten.", oder Rudolf Ahnert: Lehrbuch Maurerarbeiten, VEB Verlag für Bauwesen, Berlin 1978, Seite 189: "'Krampfaderfugen' ... bieten der Feuchtigkeit und dem Schmutz Ansatzpunkte und sind deshalb abzulehnen.". In der Heimatliteratur waren teilweise auch ästhetische Gesichtspunkte ausschlaggebend, z.B. Kulturbund zur demokratischen Erneuerung Deutschlands (Autorengruppe): Das schöne Dorf. Eine Anleitung zum Handeln. Dresden 1956, Seite 42: "Jede Künstelei mit 'Krampfaderfugen' und dergleichen ist Pfuscherei."
 


 

Natursteinmauerwerk, Quadermauerwerk mit Wulstverfugung (Wulstfugen, "Krampfaderfugen", aufgesetzte Fugen), Gesteinsart unklar, es handelt sich wohl um einen grauen (schwarz-weißen) Granit oder ein vergleichbares Tiefengestein, das durch Witterungseinflüsse nachgedunkelt ist, vermutlich wurden Pflastersteine verwendet; Gefallenendenkmal auf dem Kirchhof der Dorfkirche von Krugau (Gemeinde Märkische Heide, Niederlausitz, Landkreis Dahme-Spreewald; Brandenburg), errichtet in den 1920er Jahren, um 1993 restauriert und nach der Mode der Entstehungszeit neu verfugt; Aufnahmedatum: 17.8.2011





 

Natursteinmauerwerk, Naturstein-Bruchstein-Sichtmauerwerk, Gesteinsart unklar (Tuffgestein oder sehr grobkörniger Granit ?); Wohnhaus wohl aus der Zeit um 1900-1910 in Paris (Frankreich), Montmartre, Rue Ravignan / Ecke Rue de la Mire mit einer für Paris sehr ungewöhnlichen Fassadengestaltung, der Sockelbereich äußerst sorgfältig mit dicken Wulstfugen (aufgesetzte Fugen, "Krampfaderfugen") verfugt; Aufnahmedatum: 13.7.2013



 

Natursteinmauerwerk aus Bruchstein und Geröll in sehr unterschiedlichen Steingrößen, überwiegend Sandstein, teilweise auch Granit, flächig verfugt / mit Mörtel verstrichen und zusätzlich mit aufgesetzten Wulstfugen ("Krampfaderfugen") aus Kalkmörtel mit geringem Zementgehalt gestaltet; die aufgesetzten Wulstfugen orientieren sich nur ansatzweise an den tatsächlichen Steinfugen, teilweise sanden / wittern sie bereits wieder ab; zwei Wohngebäude im historischen Altstadtgebiet von Segovia (Region Kastilien-León; Spanien); Aufnahmedatum: 7.6.2016



 

Natursteinmauerwerk vermutlich aus Bruchstein, fast vollflächig dünn verputzt (nur ansatzweise sind einige Steine unter dem Putz noch erkennbar) und unabhängig von den Fugen des Mauerwerks freihändig mit einem Netz aus aufgesetzten Zierfugen mit geglätteten Deckflächen überzogen (Dachfugen, Stegfugen, Gratfugen, eigentlich "Krampfaderfugen", siehe Hinweise oben); Gebäudesockel mit Granitplatten bekleidet; hinterer Innenhof im Alcázar von Segovia (Alcázar de Segovia; Region Kastilien-León; Spanien); Aufnahmedatum: 8.6.2016





Eine systematische Übersicht über die wichtigsten Natursteinarten in Architektur und Baugeschichte finden Sie hier:
 


 

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