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Bildarchiv Rauscher - Fotoarchiv historische Architektur

Architekturfotografie und denkmalpflegerische Bilddokumentation
Baudenkmale und Architekturgeschichte

 

Stockphoto-Galerie Nr.5  Foto, Fotografie, Bild, Abbildung

Texturen, Strukturen, Oberflächen, Materialien, historische Baustoffe, Dachdeckungen 

 

Fotograf und Urheberrecht:  Dipl.-Architekt Norbert Rauscher
Architektur- und Planungsbüro, D-16548 Glienicke/Nordbahn, Kieler Straße 16
Telefon: (033056) 80010, E-Mail: n.rauscher@web.de, Internet: www.rauscher-architekt.de

 

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Dachdeckung, Mönch-und-Nonne-Deckung (Mönch-Nonnen-Dach), in regionaltypischer Ausführung offenbar trocken (ohne Mörtel) und dicht verlegt aus relativ flachen Hohlziegeln / Schalenziegeln; als Sturmsicherung sind Steine aufgelegt, nur die Firstkappen (Mönche) sind in Mörtel gesetzt; Dachdeckungen von unterschiedlichem Alter, teils stark patiniert, auf verschiedenen Wohngebäuden in Castelmola (nordöstliches Sizilien, Italien); Aufnahmedatum: 26.8.2010

Mönch-Nonnendeckung / Mönch- und Nonnendach / Mönch-und-Nonne-Dachdeckung / Hohlziegeldeckung:
Die auf dieser Seite gezeigten Dachdeckungen sind typische Beispiele für den mediterranen Bereich, alle südeuropäischen Regionen (Südeuropa / Mittelmeerraum / Mittelmeergebiet). Sie werden auf sehr flach geneigten Dächern verlegt, die zügige Wasserableitung ist nicht ihre vorrangige Aufgabe, da es sich überwiegend um regenarme Gebiete handelt. Die Art der Verlegung und die meist raue Oberfläche der Dachziegel führt mit den Jahren zu sehr starken Schmutzablagerungen zwischen den Reihen (also in den Nonnen, diese liegen unten), was wiederum bei Regen zu Anstau und Speicherung der Feuchtigkeit führt. Die Verdunstung dieser Feuchtigkeit kühlt dann die Dachfläche, ein gewünschter Effekt. Die Form der Dachziegel und die Art der Verlegung führt auch zu einer starken Schattenbildung auf den unteren Ziegellagen, was wiederum die extreme Aufheizung im Sommer reduziert.

Auch im mittelalterlichen Deutschland war diese Deckung in ähnlicher Form besonders auf den Dachflächen von Klostergebäuden verbreitet, sie wurde meist als Klosterdeckung bezeichnet, der Volksmund hat daraus das Mönch-Nonnen-Dach gemacht. Die korrekte baufachliche Bezeichnung für diese Deckungsart lautet Hohlziegeldeckung bzw. Hohlziegeldach, da es sich um eine zweilagige Deckungsart handelt, auch Hohlziegel-Doppeldeckung (zur Unterscheidung von der Nonnendeckung, siehe weiter unten). Man darf vermuten, dass das baufachliche Wissen mit den Mönchen im Zuge der Christianisierung des Nordens aus den südeuropäischen (ehemals römisch geprägten) Gebieten eingewandert ist. Die Hohlziegeldeckung wurde jedoch schon bald immer mehr durch die bessere Biberschwanzdeckung abgelöst. Hohlziegeldächer sind sehr schwer, bei Verlegung in Mörtel noch schwerer, bei trockener Verlegung wenig dicht gegen stürmischen Regen und Flugschnee und auf den steilen mittel- und nordeuropäischen Dachflächen sehr aufwendig in der Ausführung (genagelt oder mit Aufhängenasen auf Dachlatten). Insgesamt eine Deckung, die für regen- und schneereiche Gebiete ungeeignet ist.







 

Dachdeckung, Mönch-und-Nonne-Deckungen (Mönch-Nonnen-Dach) auf verschiedenen Gebäuden im Denkmalschutzbereich von Chinchón (Provinz Madrid; Spanien), in regionaltypischer Ausführung in Mörtel verlegt ("gemauertes Dach"), vielfach repariert, teils umgedeckt,  mit unterschiedlich gekrümmten Ziegelformen, teilweise sehr flache Hohlziegel / Schalenziegel; Dachdeckungen von unterschiedlichem Alter, überwiegend sehr stark verschmutzt / patiniert, von Flechten besiedelt, mit Schmutzablagerungen; auf einigen Dachflächen sitzen Tauben; Aufnahmen bei bedecktem Himmel, Aufnahmedatum: 19.5.2012





 

Dachdeckung, Mönch-und-Nonne-Deckungen (Mönch-Nonnen-Dach) auf Gebäuden in Una (Provinz Cuenca; Spanien), trocken ohne Mörtel verlegt, mit diversen Reparaturspuren, unterschiedlich alt, mehr oder weniger mit Schmutz, Flechten usw. überzogen; Aufnahmedatum: 18.5.2012






 

Dachdeckung, Mönch-und-Nonne-Deckungen (Mönch-Nonnen-Dach) in Priego (Provinz Cuenca; Spanien), trocken ohne Mörtel verlegt; zuerst eine sehr dicht verlegte Neudeckung mit heller Gesamtwirkung unter Wiederverwendung einiger älterer Dachziegel (diese von Flechten besiedelt); danach eine alte Deckung, sehr stark mit Patina und Flechten überzogen, First mit aufgelegten Steinen gesichert, nur wenige Reparaturspuren; Aufnahmedatum: 15.5.2012



 

Dachdeckung, traditionelle regionaltypische Mönch-und-Nonne-Deckungen (Mönch-Nonnen-Dach) auf Dachflächen in Cuenca (Provinz Cuenca; Spanien) im Denkmalschutzbereich der Altstadt, bis auf die Firstkappen (Mönche) trocken ohne Mörtel verlegt in dichter Deckung; nur wenige Jahre alte Neueindeckung in bunter Mischung mit teilweiser Wiederverwendung älterer Dachziegel, diese von Flechten besiedelt; zuletzt eine Dachfläche am Stadtrand unterhalb der Stadtmauer von oben fotografiert, verschmutzt mit Unrat / Müll (leere Flaschen, Glassplitter, Glasscherben, Zigarettenkippen, Plastikbecher, usw.); Aufnahmedatum: 14.5.2012 und 17.5.2012 (letzte zwei Bilder)








 

Dachdeckung, Mönch-und-Nonne-Deckung (Mönch-Nonnen-Dach) auf einer geknickten Dachfläche (ähnlich Mansardknick, aber offen, dient der Belüftung) in Toledo (Provinz Toledo, Spanien); trocken ohne Mörtel verlegt, extrem verschmutzt mit dicken Schmutzablagerungen, in denen schon diverse Kräuter wachsen, beginnende Humusbildung, Oberseiten dicht von Flechten besiedelt, teilweise beschädigt, Bruchstellen, mit einigen Reparaturspuren (ersetzte Mönche); Aufnahmen bei trübem Wetter, Aufnahmedatum: 8.5.2012


 

Dachdeckungen, neuzeitliche Mönch-und-Nonne-Deckungen (Mönch-Nonnen-Dach) aus der Zeit um 1990 auf Gebäuden in Segovia (Provinz Segovia, Region Kastilien-León; Spanien); soweit erkennbar, die Deckziegel (Mönche) immer in Mörtel verlegt (teilweise kaum sichtbar), später vielfach repariert, Firstkappen immer mit Mörtel aufgemauert; stark verschmutzt, teils von Flechten und Moos besiedelt; Aufnahmedatum: 10.6.2016





 

Dachdeckung, Mönch-und-Nonne-Deckung (Mönch-Nonnen-Dach) von 1978 in Segovia (Provinz Segovia, Region Kastilien-León; Spanien), komplett in Mörtel verlegt (gemauert), vielfach repariert und ausgebessert, stark von Flechten besiedelt, teilweise von Kräutern bewachsen; gestufte Dachflächen, Aufnahmen von oben zu unterschiedlichen Tageszeiten und daher unterschiedlich belichtet / verschattet, die ersten beiden Bildreihen bei tiefstehender Sonne am Morgen, die letzten fünf Bildreihen bei tiefstehender Sonne am Abend; Aufnahmedatum: 10.6. und 5.6.2016














 

Dachdeckung, neuzeitliche Mönch-und-Nonne-Deckungen (Mönch-Nonnen-Dach) auf Gebäuden in Ciudad Rodrigo (Provinz Salamanca, Region Kastilien-León; Spanien); Deckziegel / Mönche nur teilweise sichtbar in Mörtel verlegt (wohl überwiegend erst bei späteren Reparaturen), Firstkappen immer mit Mörtel aufgemauert; mehr oder weniger stark verschmutzt sowie von Flechten und Moos besiedelt; Aufnahmedatum: 4.6.2016



Außenseiter, Einzelgänger, der Neue in der Mannschaft, Einzelziegel, Deckmönch


 

Dachdeckung, Mönch-und-Nonne-Deckungen (Mönch-Nonnen-Dach) auf Gebäuden in Miranda del Castanar (Provinz Salamanca, Region Kastilien-León; Spanien); ältere Deckungen, mehr oder weniger stark verschmutzt und von Flechten besiedelt, teilweise mit neuen Deckziegeln / Mönchen repariert (gerade diese Ziegel sind jedoch am meisten geschädigt / gebrochen / gerissen); auf der zweiten Dachfläche liegt ein abgebrochener Besen; Aufnahmedatum: 1.6.2016


 

Dachdeckung, beschädigte Mönch-und-Nonne-Deckung (Mönch-Nonnen-Dach) auf einem verwahrlosten Nebengebäude in Castelmola (Sizilien; Italien); überwiegend neue Dachziegel, mit Steinen belastet / gesichert; Aufnahmedatum: 26.8.2010


 

Dachdeckung, ältere Hohlziegel-Einfachdeckung (Nonnendeckung / Nonnen-Einfachdeckung / Nonnen-Dach) in Sepulveda (Provinz Segovia, Region Kastilien-León; Spanien); Flächendeckung offenbar trocken ohne Mörtel verlegt (soweit erkennbar), Firstkappen / Firstziegel auf eine untergelegte Reihe Mönche aufgemörtelt / aufgemauert ("gemauerte Firsteindeckung"); diverse Reparaturspuren, Oberseiten von Flechten besiedelt, teilweise Materialverwitterung, Aufnahmedatum: 14.6.2016; in der dritten Bildreihe vergleichbare Deckungen in Segovia, Aufnahmedatum: 13.6.2016 und 7.6.2016 (Dach mit fallendem First)

Die umgangssprachlich als Nonnen-Deckung bezeichnete Dachdeckung heißt in Deutschland baufachlich korrekt Einfache Hohlziegeldeckung oder Hohlziegel-Einfachdeckung, im Gegensatz zur Hohlziegel-Doppeldeckung (siehe oben). Diese Dachdeckung gehört zu den ältesten Deckungsarten überhaupt, sie wird heute in Deutschland nicht mehr ausgeführt, weil sie nicht regendicht ist. In Spanien wird das weniger problematisch gesehen, zumindest bei älteren Gebäuden ist die einfache Hohlziegeldeckung noch häufig zu finden. Die Längsfugen zwischen den dicht nebeneinander verlegten Nonnen wurden mit Mörtel verstrichen, der aber regelmäßig schon bald wieder auswitterte, damit waren und sind diese Fugen offen. Legt man auf die Längsfugen Kappen ("Mönche") auf, so entsteht die Mönch-und-Nonne-Deckung / Hohlziegel-Doppeldeckung.




 

Dachdeckung, alte Hohlziegel-Einfachdeckung (Nonnendeckung / Nonnen-Einfachdeckung / Nonnen-Dach, siehe oben) auf kleinen Wohngebäuden in Coca (Provinz Segovia, Region Kastilien-León; Spanien); Flächendeckung eng und wohl trocken verlegt und danach die Längsfugen mit Mörtel verstrichen, dieser ist aber inzwischen komplett wieder ausgewittert, nur im Traufbereich sind die dick aufgetragenen Mörtelpackungen noch erhalten; Firstkappen und Gratkappen aufgemörtelt. Starke Verwitterungs- und Verfallserscheinungen, Auflösung des keramischen Materials, in den ersten drei Bildreihen ist die gesamte Dachfläche vollständig und teilweise üppig mit Flechten, Moos und Kräutern überwachsen, durch den dichten Flechtenbewuchs wirken die roten Dachziegel wie graue Betondachsteine. Aufnahmedatum: 6.6.2016






 

Dachdeckungen in römisch-italienischer Tradition als Italienische Deckung / Italienische Plattendeckung (auch bezeichnet als Römische Plattendeckung oder Römische Deckung) auf verschiedenen Gebäuden in Fiesole (Region Toskana; Italien), bestehend aus leicht trapezförmigen und seitlich aufgekanteten Grundplatten (Leistenziegel) sowie separaten schalenförmigen und leicht konischen Deckziegeln / Deckhauben (Hohlziegel, als "Mönch" verlegt über den Stoßfugen der Leistenziegel), Firstkappen meist flach-winklig mit Grat oder selten auch gerundet wie Hohlziegel, die gesamte Deckung in Mörtel verlegt als "gemauertes Dach"; vermutlich alles neuzeitliche Dachdeckungen mit unterschiedlichem Alter, sehr stark von Flechten und Moos besiedelt, teilweise Laubablagerungen, jedoch kaum Verwitterungsspuren an der Keramik, nur gelegentlich wurden einzelne Dachziegel bei Reparaturarbeiten ausgetauscht; Aufnahmedatum: 18.6.2015 und 27.6.2015

In Italien wird diese Dachdeckung heute bezeichnet als Tegola romana con Coppo (römischer Dachziegel mit Kappe) oder Coppi e tegole romane (Kappen und römische Dachziegel), die Leistenziegel heißen auch Tegola plana estrusa (flache Pressdachziegel), die Kappen auch Embrice canali (Rinnenziegel, Kanalziegel); auch in Deutschland wird häufig von "Römischer Deckung" oder "Römischer Plattendeckung" gesprochen. Diese italienischen Bezeichnungen nehmen Bezug auf die antike altrömische Dachdeckung mit (lateinisch) tegula und imbrex (Tegula-Imbrex-Deckung), die in spätrömischer Zeit sowie in der Zeit der Renaissance konstruktiv weiterentwickelt wurde, aber insgesamt formal ähnlich blieb. In altrömischer Zeit waren die Leistenziegel rechteckig, erst ab der spätrömischen Zeit wurden sie trapezförmig ausgebildet und auf einer separaten Unterdeckung aus keramischen Rechteckplatten verlegt. Zur Unterscheidung von der ursprünglichen altrömischen Deckung hat man sich in Fachkreisen schon im 19.Jahrhundert zumindest in Deutschland darauf verständigt, die spätrömische und besonders seit der Renaissance in Italien verbreitete Dachdeckung mit Unterplattendeckung als "Italienische Deckung" oder "Italienisches Dach" zu bezeichnen. Die neuzeitliche Deckung ist eine Mischung aus beiden Varianten: trapezförmige Leistenziegel, aber ohne keramisches Unterdach; heute wird meist auf Schalung mit Dachpappe (oder Dämmung mit Unterspannbahn) verlegt. In älteren Gebäuden kann man jedoch auch heute noch Unterdeckungen aus Plattenziegeln sehen, auch bei Renovierungen mit Neueindeckung in traditioneller Form, siehe Fotos weiter unten.

Weitere Informationen:
Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften in 8 Bänden und 2 Ergänzungsbänden. Herausgegeben von Otto Lueger, 2.Auflage, Stuttgart 1904-1920, Band 5, Seite 221; Neuausgabe auf DVD von Directmedia Publishing GmbH, Digitale Bibliothek Band 116, Berlin 2005
Illustriertes Baulexikon in 4 Bänden. Praktisches Hilfs- und Nachschlagebuch ... Herausgegeben von Oscar Mothes. Verlag und Druck von Otto Spamer, Leipzig und Berlin 1881-1884; Nachdruck durch Manuscriptum Verlagsbuchhandlung, Waltrop und Leipzig 1998; Band 2, Seiten 101-102
Willi F. Bender: Lexikon der Ziegel. Vom Aal-Deckenziegel bis zum Zwischenwandziegel in Wort und Bild; Bauverlag, Wiesbaden und Berlin 1995 (zweite Auflage); digital im Internet zum Nachschlagen zu finden unter Dachziegelarchiv.de

















 

Unterdeckung aus Plattenziegeln in römisch-italienischer Tradition unter einer Italienischen Dachdeckung (Beschreibung siehe oben) in einem Landhaus mit Walmdach in San Lorenzo a Vaccoli (Ortsteil von Lucca, Region Toskana; Italien), Ansichten von unten; Dachdeckung mit Unterplattendeckung als "Italienische Deckung" / "Italienisches Dach", Renovierung / Rekonstruktion mit Neueindeckung, sichtbar ist die Unterdeckung aus keramischen Rechteckplatten ca. 30 x 14 cm (italienisch: pianella tegola, Ziegelplatte / kleine Dachplatte; vermutlich 2-3 cm dick, Plattendicke konnte nicht ermittelt werden), quer verlegt in Mörtel als flächenbündig gemauerte Unterdeckung / Unterplattendeckung auf senkrecht zur Traufe liegenden kräftigen Dachlatten (Strecklatten), diese auf parallel zur Traufe liegenden Pfetten und diese wiederum auf sehr kräftigen Gratsparren aus nur grob bearbeitetem Stammholz; die gleichen Rechteckplatten werden auch als Fußbodenplatten verlegt; Aufnahmedatum: 27.6.2017

Weitere Informationen:
Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften in 8 Bänden und 2 Ergänzungsbänden. Herausgegeben von Otto Lueger, 2.Auflage, Stuttgart 1904-1920, Band 5, Seite 221; Neuausgabe auf DVD von Directmedia Publishing GmbH, Digitale Bibliothek Band 116, Berlin 2005
Illustriertes Baulexikon in 4 Bänden. Praktisches Hilfs- und Nachschlagebuch ... Herausgegeben von Oscar Mothes. Verlag und Druck von Otto Spamer, Leipzig und Berlin 1881-1884; Nachdruck durch Manuscriptum Verlagsbuchhandlung, Waltrop und Leipzig 1998; Band 2, Seiten 101-102. Mothes beschreibt hier eine andere Variante der Unterplattendeckung mit parallel zur Traufe liegenden Latten, also nicht die nachfolgend im Foto gezeigte Variante.







 

Dachdeckung als Italienische Deckung / Italienische Plattendeckung (Erläuterung siehe oben) auf einem kleinen Nebengebäude in San Lorenzo a Vaccoli (Ortsteil von Lucca, Region Toskana; Italien), Firstabdeckung mit einer normalen Dachziegelreihe in Mörtel; stark von Flechten und Moos besiedelt; Aufnahmedatum: 24.6.2017



 

Dachdeckungen als Italienische Deckung / Italienische Plattendeckung (Erläuterung siehe oben) auf verschiedenen Gebäuden in San Gimignano (Region Toskana; Italien); ältere Deckungen teilweise in eigenwilliger Kombination mit Mönch-Nonnen-Deckung (jeweils eine zwischengeschobene Reihe); stark von Moos und Flechten besiedelt; Aufnahmedatum: 13.6.2017




 

Dachdeckungen als Italienische Deckung / Italienische Plattendeckung (Erläuterung siehe oben); verschiedene ältere Dachdeckungen und ihre einheitliche Wirkung im denkmalgeschützten Stadtbild von Siena (Region Toskana; Italien), die älteren Deckungen bereits stark von Flechten besiedelt; als First- und Grateindeckung wurden häufig umgedreht aufgemörtelte Leistenziegel (Tegola plana estrusa) verwendet; die letzte Detailaufnahme zeigt die Veränderung der Ziegelfarbe durch langjährigen Witterungseinfluss mit Bildung einer Kruste aus Flechten und "Patina"; Aufnahmedatum: 12.6.2017




 

Dachdeckungen als Italienische Deckung / Italienische Plattendeckung (Erläuterung siehe oben), zwei noch relativ neue Deckungen: zuerst eine Dachfläche unter Kiefern / Pinien mit sehr vielen abgefallenen / abgelagerten Piniennadeln auf den Grundplatten, Dach eines Wohngebäudes in Fiesole (Region Toskana; Italien), Aufnahmedatum: 18.6.2015; danach ein Dach in Florenz (Region Toskana; Italien), insgesamt unsauber verlegt und teilweise beschädigt, Aufnahmedatum: 28.6.2015


 

Dachdeckung als Italienische Deckung / Italienische Plattendeckung (Erläuterung siehe oben); noch relativ neue Deckung eines Nebengebäudes in Fiesole (Region Toskana; Italien), Firstkappen flach-winklig mit Grat; Aufnahmedatum: 18.6.2015



 

Dachdeckungen als Italienische Deckung / Italienische Plattendeckung (Erläuterung siehe oben); neuzeitliche Deckungen auf historischen Gebäuden in Massa Marittima (Region Toskana; Italien); als First- und Grateindeckung auf dem unteren Bild wurden umgedreht aufgemörtelte Leistenziegel (Tegola plana estrusa) verwendet; Aufnahmedatum: 16.6.2017



 

Dachdeckung als Italienische Deckung / Italienische Plattendeckung (Erläuterung siehe oben) auf der Domkuppel Santa Maria del Fiore in Florenz (Region Toskana; Italien), hier jedoch ohne die Hohlziegel als Deckhauben / Deckziegel, zu sehen sind daher die mit Mörtel verstrichenen Fugen zwischen den trapezförmigen Leistenziegeln (tegole romane); die Dachziegel sind unmittelbar auf das Ziegelmauerwerk der Kuppel in Mörtel verlegt (aufgemauert), sie stammen aus verschiedenen Zeiten, was deutlich an den unterschiedlichen Farben und der unterschiedlich ausgebildeten Oberflächenpatina zu sehen ist, offenbar werden immer wieder Reparaturen ausgeführt; vermutlich stammt keiner der von oben sichtbaren Dachziegel mehr aus der Entstehungszeit der Kuppel bzw. ihrer Dachdeckung um 1434 (Architekt: Filippo Brunelleschi 1377-1446, Bau der Kuppel einschließlich Laterne 1420-1468); die ursprünglichen Dachziegel soll Brunelleschi aus Impruneta bezogen haben, einem kleinen Ort südlich von Florenz; Aufnahmen von zwei verschiedenen Seiten der Kuppel oben von der Besucherplattform auf Höhe der Laterne, aus dieser Perspektive erscheint das Hochformat der Ziegel stark verkürzt, Aufnahmedatum: 18.6.2015; die letzten beiden Bilder zeigen die Domkuppel und eines der Apsidendächer von unten mit gleicher Dachdeckung, Aufnahmedatum: 26.6.2015

Literatur zu Konstruktionsgeschichte der Kuppel:
Klaus Stephan: Studie zur Konstruktion der Domkuppel in Florenz. Herausgegeben in memoriam von Isabelle Ebering, Lübeck 2006; zu finden als PDF-Datei unter www.santamariadelfiore.de - hervorragend - und vielen Dank von hier aus (!)





 

Dachlandschaft von Florenz, durchgängig als Italienische / Römische Plattendeckung in naturroter Farbe, fotografiert von der Aussichtsplattform um die Laterne auf der Domkuppel (siehe Bilder oben); Aufnahmedatum: 26.6.2015


 

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