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Architekturfotografie und denkmalpflegerische Bilddokumentation

Bildarchiv Norbert Rauscher - Fotoarchiv historische Architektur
Baudenkmale und Architekturgeschichte in Brandenburg, Mecklenburg, Niedersachsen und in England

 

Stockphoto-Galerie Nr.2a  Foto, Fotografie, Bild, Abbildung

Stadt, Großstadt, Kleinstadt, Altstadt, Bürgerhaus, Ackerbürgerhaus, Stadtplatz, Stadtansicht
Gebäude und Architekturdetails im städtischen Raum

 

Fotograf und Urheberrecht:  Dipl.-Architekt Norbert Rauscher
D-16548 Glienicke/Nordbahn, Kieler Straße 16, Telefon: (033056) 80010, E-Mail: n.rauscher@web.de
Internet: www.fotografie-architektur.de, www.fotografie-landschaft.de
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Bath (Grafschaft Somerset; England), Avondale Road; zweigeschossige Spätviktorianische / Eduardische Reihenhäuser (Victorian terraced homes; Victorian / Edwardian terraced houses; Victorian / Edwardian working class houses), kleinstädtische Reihenhäuser mit Hausbreiten um 5,50 m vermutlich aus der Zeit um oder kurz nach 1900; überwiegend Ziegelfassaden in Kombination mit vorgefertigtem Fassadenschmuck (Versatzstücke, Katalogware) aus Terrakotta oder Naturstein (Sandstein, Kalkstein) oder Zementguss / Betonguss, inzwischen teilweise mit Farbe behandelt / angestrichen; je Haus ein eingeschossiger Standerker (Auslucht, Utlucht), Fenster und Türen fast durchgängig nicht mehr im ursprünglichen Zustand; unterschiedliche Dachdeckungen, ursprünglich wohl rote Ziegeldeckungen, inzwischen teilweise Betondachsteine; Aufnahmedatum: 18.7.2014

Viktorianisches Zeitalter (engl.: Victorian era): Regierungszeit Königin Victorias 1837-1901; Eduardisches Zeitalter (engl.: Edwardian era): Regierungszeit König Eduards VII. 1901-1910. Beide Zeiträume werden formal auch als architektur- und kunstgeschichtliche Epochen behandelt, obwohl besonders die Viktorianische Ära durch eine Vielzahl meist historistischer Stile geprägt ist. Architekturgeschichtlich wird als "Viktorianisch" vorrangig der Zeitraum um 1860-1900 bezeichnet, was in etwa mit den ebenfalls durch Historismus geprägten deutschen "Gründerjahren" (Gründerzeit im erweiterten Sinne) vergleichbar ist. Die architekturhistorische Bezeichnung "Edwardian era" oder "Edwardian period" für den Zeitraum zwischen 1900 und dem Ersten Weltkrieg ist nur in Großbritannien üblich.

Literatur: Stefan Muthesius: Das englische Reihenhaus. Die Entwicklung einer modernen Wohnform. Die Blauen Bücher. Verlag Karl Robert Langewiesche Nachfolger Hans Köster, Königstein im Taunus 1990 / 1993 - ein hervorragendes Fachbuch (!)











 

Bath (Grafschaft Somerset; England), North Parade (Altstadtseite); 5-achsiges Wohnhaus um 1750 aus der Georgianischen Ära (Georgian era, Georgian building, Georgian townhouse), Putzfassade mit Eckquaderung, portalartiger übergiebelter Eingang, typisch englische Vertikal-Schiebefenster mit Sprossen, Fensterüberdachungen im ersten Obergeschoss; die letzten beiden Bilder zeigen das angeblich älteste Haus der Stadt gleich daneben, gemäß Tafel am Haus im Kern 1482; Aufnahmedatum: 15.7.2014

Als Georgianische Ära (Georgian era) wird in der englischen Architektur- und Kulturgeschichte die Zeit von etwa 1720-1830 bezeichnet, Herrschaftszeit von vier Königen aus dem Haus Hannover, alle mit Namen Georg (engl.: George).




 

Bath (Grafschaft Somerset; England), High Street; Fassadendetails von der "Guildhall" (Gildenhalle, Zunfthalle), errichtet 1778 in der historischen Altstadt in Nachbarschaft zur Abteikirche (Bath Abbey) als repräsentativer klassizistischer Bau, 1895 durch den hier im Bild gezeigten südlichen Anbau erweitert nach Entwürfen des Architekten John McKean Brydon (Angaben entnommen aus www.bath-heritage.co.uk/guildhall-extension.html); Eckgebäude mit dominanter städtebaulicher Wirkung, neoklassizistische Fassade, halbplastischer Figurenschmuck (Relieffries); Aufnahmen am Abend, Aufnahmedatum: 15.7.2014 und 18.7.2014





 

Bath (Grafschaft Somerset; England), einige Bilder aus der historischen Altstadt in bunter Mischung; Straßenbilder mit städtischen Wohngebäuden, Reihenhäuser (terraced houses, alle mit den typisch englischen Vertikal-Schiebefenstern; Literaturangabe zum Thema Reihenhaus siehe oben), Ladenstraßen, Läden, Geschäfte, Pubs (Public houses, Kneipen; dritte Bildreihe von unten das älteste Pub in Bath von 1713), typisch englische Schornsteinköpfe mit keramischen Rohraufsätzen; Abteikirche (Bath Abbey Saint Peter and Saint Paul), auf dem 50 m hohen Turm weht die Flagge von England; die überbaute Pulteney-Brücke (Pulteney Bridge) von 1774 über den Fluss Avon; Aufnahmen teilweise am Abend, Aufnahmedatum: 15.7.2014 und 18.7.2014












 

Bodenwerder (Landkreis Holzminden, Weserbergland; Niedersachsen), zwei große Fachwerkbauten der Renaissance in der Weserstraße, sowie einige Bilder aus der Homburgstraße. Das historische Altstadtgebiet von Bodenwerder, ursprünglich eine Insel in der Weser (daher "...werder" = Flussinsel), ist bis heute geprägt durch diverse Fachwerkhäuser, meist ehemalige Ackerbürger- oder Handwerkerhäuser, darunter einige architekturgeschichtlich wertvolle Gebäude aus dem 16. und 17.Jahrhundert.

Zuerst das Haus Weserstraße 9, über dem noch erkennbaren ehemaligen Dielentorbogen datiert 1604, ein giebelständiger dreistöckiger Fachwerkbau mit zwei Dachstockwerken. Danach das vergleichbare linke Nachbarhaus Weserstraße 11, auf dem Giebelbalken links und über der Tür datiert 1624, 1995 erneuert (die Fassade dabei weitgehend rekonstruiert), hier nur mit Hauseingangstür über hohem Sockelmauerwerk und Freitreppe aus Wesersandstein; die heutige rundbogige Haustür wird wohl ursprünglich auch ein schmales Einfahrtstor gewesen sein. Beide Häuser in Mischkonstruktion aus Geschossbau und Stockwerkbau, die unteren beiden Etagen in Geschossbauweise mit durchlaufenden Langständern, darüber jeweils ein separat abgebundenes und gering vorkragendes Stockwerk. Die Brüstungsfelder beider Häuser sind vollflächig ausgefacht mit hölzernen Brüstungsplatten bzw. Brüstungsbohlen und mit Flachschnitzereien verziert, bei Haus 9 als durchlaufender Schmuckfries über die Ständer hinweg mit Fächerrosetten und Sonnenmotiven, bei Haus 11 gefachweise separat mit Beschlagwerks-Ornamentik. Beide Häuser mit neuer Hohlpfannen-Dachdeckung; in beiden Fällen soll es sich um ehemalige Lagerhäuser von Bremer Kaufleuten handeln (siehe Website der Stadt). Aufnahmen bei sehr trüben Lichtverhältnissen am frühen Abend, Aufnahmedatum: 12.5.2010

Literatur:
Baugeschichtliche Informationen unter https://www.muenchhausenland.de/bodenwerder-stadt/historische-sehenswuerdigkeiten/sub,11_3.html (Website der Samtgemeinde Bodenwerder-Polle)
Georg Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Bremen und Niedersachsen. Aktuelle Bearbeitung durch Autorengruppe im Auftrag der Dehio-Vereinigung; Deutscher Kunstverlag, München / Berlin 1992, ab Seite 235
Zu den Hausinschriften siehe DIO Deutsche Inschriften Online, zu Haus 11 unter http://www.inschriften.net/landkreis-holzminden/inschrift/nr/di083-0221.html#content, zu Haus 9 siehe unter http://www.inschriften.net/landkreis-holzminden/inschrift/nr/di083-0162.html#content









 

Boitzenburg (Gemeinde Boitzenburger Land, Landkreis Uckermark; Brandenburg), einige Bilder aus dem ehemaligen Marktflecken und heutigen Städtchen, das vor allem durch sein Schloss Boitzenburg bekannt ist (viele Bilder dazu siehe in der Galerie Nr.3). Fachwerkhäuser am Markt: Zuerst das Fachwerkhaus August-Bebel-Straße 22 ("Helmbrecht'sches Haus", Baudenkmal gemäß Landesdenkmalliste), entstanden im späten 18.Jahrhundert, 1934 umgebaut, Krüppelwalmdach mit neuer Biberschwanz-Kronendeckung und sehr breitem Zwerchgiebel, saniert 1995-2002 (Datenangaben gemäß Informationstafel am Haus). Links daneben das Fachwerkhaus August-Bebel-Straße 23 aus der gleichen Bauzeit noch in ursprünglicher Gesamtkubatur, ein typisches brandenburgisches Querflurhaus als zweifach verriegelter Fachwerkbau auf niedrigem Sockelmauerwerk, Krüppelwalmdach mit neuer Biberschwanz-Doppeldeckung. Danach das kleine zweistöckige Fachwerkhaus Goethestraße 8, Klappläden, Satteldach mit Biberschwanz-Kronendeckung und Schleppgaube sowie zuletzt eines der ehemaligen Beamtenhäuser zum Schloss mit Mansarddach aus dem 18.Jahrhundert an der Templiner Straße. Aufnahmedatum: 19.9.2020

Literatur und Hinweise:
Georg Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Brandenburg. Aktuelle Bearbeitung durch Autorengruppe im Auftrag der Dehio-Vereinigung; Deutscher Kunstverlag, München / Berlin 2000, Seite 97
 Boitzenburg wurde in einer Urkunde 1624 als Flecken bezeichnet (siehe Dehio). Ein Flecken war weder ein Dorf noch eine Stadt, sondern ein großes Dorf mit Marktrecht (Marktflecken) und Pfarrkirche, ein meist durch Ackerbürger, Handwerker und auch Bauern geprägtes Städtlein ohne volles Stadtrecht, die meisten Handwerker betrieben nebenbei noch eine minimale Landwirtschaft zur Eigenversorgung. Seit 2002 ist der ehemalige Flecken Boitzenburg ein Ortsteil der Gemeinde Boitzenburger Land.





 

Boitzenburg (Gemeinde Boitzenburger Land, Landkreis Uckermark; Brandenburg), Wohngebäude August-Bebel-Straße 18 am Markt, ein zweigeschossiger Massivbau mit Putz-Stuck-Fassade wohl aus der Zeit um 1880-1900, später rechts um einen schmalen Streifen erweitert (Brandgasse geschlossen ?), dabei auch das Einfahrtstor verbreitert; Erdgeschoss mit Putznutung und Bossenquaderungen, Obergeschoss mit Zahnfries-Brüstungsgesims, Traufgesims auf Blattkonsolen; im Erdgeschoss seltene Fenstergestaltung mit Balustradenbrüstung, profilierter Rahmung und kastengesimsartiger Fensterverdachung auf Blattkonsolen; dreiteiliges rautenförmig aufgedoppeltes Einfahrtstor mit Kämpfer und Kreuzsprossen-Oberlicht; Aufnahmedatum: 19.9.2020





 

Boitzenburg (Gemeinde Boitzenburger Land, Landkreis Uckermark; Brandenburg), Details zur evangelischen Pfarrkirche "Sankt Marien auf dem Berge"; zuerst die südliche Schiffswand, Feldstein-Schichtenmauerwerk des späten 13.Jahrhunderts mit Rundbogenfenstern des 18.Jahrhunderts, Sanierung und vollflächige ockerfarbene Übertünchung um 2008; danach die Eingangstür als Zugang zur Patronatsloge im querhausartigen südlichen Anbau, als Gebäudeteil entstanden um 1770, um 1850 grundlegend erneuert, aus welcher Zeit die zweiflügelige Tür mit rautenförmig aufgedoppeltem Türblatt stammt, konnte nicht ermittelt werden, rein formal könnte sie noch aus der Zeit um 1770 stammen, das Türschild wurde jedoch später ausgetauscht, der Abdruck der alten Schildfläche ist auf dem Holz noch erkennbar. Viele Bilder zu dieser Kirche einschließlich Innenausstattung siehe Galerie Nr.2b > Stadtkirchen; Aufnahmedatum: 19.9.2020

Literatur:
Georg Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Brandenburg. Aktuelle Bearbeitung durch Autorengruppe im Auftrag der Dehio-Vereinigung; Deutscher Kunstverlag, München / Berlin 2000, Seite 97
Einige Angaben zur Baugeschichte findet man auch auf der Website der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz unter http://www.kirche-boitzenburg.de/seite/7616/geschichte.html




 

Boizenburg/Elbe (Landkreis Ludwigslust, Mecklenburg-Vorpommern), Rathaus auf dem Marktplatz; freistehender zweistöckiger Fachwerkbau von 1711 mit Ziegelausfachung, Schauseite mit Laubengang und übergiebeltem Erker; Mansard-Walmdach mit Laternentürmchen (Mansartdach, siehe hier ); 1993-1996 erfolgte eine Totalsanierung, die offenbar in weiten Teilen einer vollständigen Rekonstruktion und damit einem Neubau gleichgekommen ist; Aufnahmedatum: 16.9.2009




 

 


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