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Bildarchiv Rauscher - Fotoarchiv historische Architektur

Architekturfotografie und denkmalpflegerische Bilddokumentation
Baudenkmale und Architekturgeschichte in Sachsen-Anhalt

 

Stockphoto-Galerie Nr.2a  Foto, Fotografie, Bild, Abbildung

Stadt, Großstadt, Kleinstadt, Altstadt, Bürgerhaus, Ackerbürgerhaus, Stadtplatz, Stadtansicht
Gebäude und Architekturdetails im städtischen Raum

 

Fotograf und Urheberrecht:  Dipl.-Architekt Norbert Rauscher
Architektur- und Planungsbüro, D-16548 Glienicke/Nordbahn, Kieler Straße 16
Telefon: (033056) 80010, E-Mail: n.rauscher@web.de, Internet: www.rauscher-architekt.de

 

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Die Fachwerkstadt Quedlinburg im nordöstlichen Harzvorland gehört zu den bedeutendsten historisch geprägten Städten in Deutschland, als Fachwerkstadt im niederdeutschen / niedersächsischen Kulturraum ist sie von europäischem Rang, 1994 wurde ihr von der UNESCO der Titel Weltkulturerbe verliehen, sie ist in die Liste der UNESCO-Welterbestätten eingetragen. Das Flächendenkmal Quedlinburg mit seinem fast vollständig erhaltenen historischen Stadtbild gehört damit zu den Städten, die aufgrund ihrer Einzigartigkeit als weltbedeutend eingestuft werden. Es gab keine nennenswerten Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg, Substanzverluste sind fast ausschließlich auf unterlassene oder mangelhafte Instandhaltung zu DDR-Zeiten zurückzuführen. Die Stadt besitzt heute neben etwa 1.300 überwiegend restaurierten / sanierten Fachwerkhäusern auch bedeutende Massivbauten, so z.B. den Schlossberg mit Dom, Reste der mittelalterlichen Stadtmauer mit Wehrtürmen, mehrere Kirchen, das Rathaus mit Rolandstatue, Bürgerhäuser sowie einige beachtliche Bauten aus der Zeit des späten Historismus. Für diese Stadt muss man keine Werbung mehr betreiben, sie ist bekannt. Auf den folgenden drei Seiten der Website Fotografie und Architektur werden viele interessante und fast durchgängig unter Denkmalschutz stehende Bauten und Architekturdetails vorgestellt.


 

Quedlinburg (Landkreis Harz; Sachsen-Anhalt), Schmale Straße 7 / Ecke Essiggasse; zweistöckiges Fachwerkhaus von 1690 (gemäß Denkmalliste) als niederdeutscher / niedersächsischer Stockwerkbau auf Sockelmauerwerk aus Sandsteinquadern; Oberstock leicht vorkragend, Balkenköpfe mit Pyramidenschnitt / Diamantschnitt (von Hans-Hartmut Schauer bezeichnet als "Pyramidenbalkenkopf" oder "Quedlinburger Pyramide"), traufseitig auf kurzen profilierten Knaggen, die giebelseitige Stichbalkenlage auf kleinen Konsolen in Form von Balkenköpfen ohne konstruktive Wirkung; unter dem Eckbalken / Stichbalken eine als barocker Engelskopf geschnitzte Konsole; profilierte Füllhölzer zwischen den Balkenköpfen, Stockwerkschwelle / Saumschwelle mit Schiffskehlen, Brüstungsgefache im Oberstock mit Rautenkreuzen (von Rauten überlagerte / aufgeblattete Andreaskreuze), Eckfelder im Oberstock mit halben Mannfiguren (hier als "Wilder Mann" mit überkreuzten Streben), mit roter Farbe beschichtete Ziegelausfachung; paarweise angeordnete neue Fenster in mittiger (barocker) Teilung mit je einer Quersprosse in den Flügeln; Satteldach mit neuer Deckung; das letzte Bild zeigt das links benachbarte und vergleichbare Haus Schmale Straße 6, um 1680; beides Baudenkmale gemäß Landesdenkmalliste; Aufnahmedatum: 24.8.2016

Literatur für alle auf dieser Seite folgenden Bildgruppen:
Hans-Hartmut Schauer: Quedlinburg - Fachwerkstadt, Weltkulturerbe. Verlag Bauwesen / Huss-Medien, Berlin 1999
Hans-Hartmut Schauer: Fachwerkbauten in Sachsen-Anhalt. Enthalten in: Fachwerkbauten in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Sachsen. Verlag für Bauwesen, Berlin / München 1992; ein qualifizierter Überblick über den historischen Fachwerkbau auf dem Gebiet der ostdeutschen Bundesländer. Zur Geschichte des regionaltypischen Fachwerkbaus in Sachsen-Anhalt ab Seite 80, Quedlinburg ab Seite 139
Deutsches Fachwerkzentrum Quedlinburg e.V., Baubeschreibungen im Internet (bisher ?) unter: fachwerklehrpfad.de
Georg Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Der Bezirk Halle. Bearbeitet von der Abteilung Forschung des Instituts für Denkmalpflege; Akademie-Verlag Berlin 1976, ab Seite 376
Carl Schäfer: Deutsche Holzbaukunst. Die Grundlagen der deutschen Holzbauweisen in ihrer konstruktiven und formalen Folge. Herausgegeben von P. Kanold. Wolfgang Jeß Verlag, Dresden 1937
Elmar Arnhold, Sándor Kotyrba: Fachwerkarchitektur in Quedlinburg. Kotyrba Verlag Braunschweig 2012; ein kleiner Architekturführer für die Jackentasche mit systematischem Überblick über die architektonischen Besonderheiten von Quedlinburg.





 

Quedlinburg (Landkreis Harz; Sachsen-Anhalt), Hohe Straße 25; dreistöckiges Fachwerkhaus mit Hausdurchfahrt, ehemals ein Kaufmannshof, datiert 1672 auf der ersten Stockschwelle; Fachwerkbau in Stockwerkkonstruktion auf Naturstein-Kellersockel, Stockwerke leicht vorkragend, Unterstock und erster Oberstock je zweifach verriegelt, am zweiten Stock ein durchgehendes und gesimsartig profiliertes Brüstungsholz (wohl auf die Ständer aufgeblattet / vorgeblattet); Balkenköpfe mit Pyramidenschnitt / Diamantschnitt (Pyramidenbalkenkopf, "Quedlinburger Pyramide"), kleine profilierte Konsolen, Brüstungsgefache teilweise mit kurzen Fußstreben oder Rautenkreuzen, getünchte Ziegelausfachung; Fenster in unterschiedlicher Bauart, im Unterstock aufwendige gründerzeittypische Fenster-Außenbekleidungen aus Holz mit profilierter Rahmung sowie Brüstungsgesims und Verdachung auf Konsolen; die Fenster in den unteren Stockwerken wurden wohl vergrößert (Brüstungsriegel tiefer gesetzt), ursprünglich scheint es hier auch ein durchgehendes vorgeblattetes Brüstungsholz gegeben zu haben, siehe Detailfotos; insgesamt ein unsystematischer Fachwerkbau, im ersten Oberstock teilweise (aber auch hier nicht konsequent) Doppelständerfachwerk.

Zuletzt ein Bild vom Fachwerkhaus Breite Straße 17, Fachwerk-Erker mit flach geschweifter "Welscher Haube", datiert 1687 an der Saumschwelle des Erkers, Pyramidenbalkenköpfe, gesimsartig profilierte Brüstungshölzer, alle Fensterbrüstungen wurden später abgesenkt, dabei die Rautenkreuze in den Brüstungsgefachen oben beschnitten. Beides Baudenkmale gemäß Landesdenkmalliste; Aufnahmedatum: 24.8.2016 und 25.8.2016





 

Quedlinburg (Landkreis Harz; Sachsen-Anhalt), Hohe Straße 24 von 1696 (datiert auf der ersten Stockschwelle / Saumschwelle), dreistöckiges Fachwerkhaus mit Rundbogen-Haustor, Sockelmauerwerk aus Sandsteinquadern, für den Entstehungszeitraum in Quedlinburg ortstypische Gestaltung der Balkenköpfe als Quedlinburger Pyramidenbalkenkopf (Pyramidenschnitt-Balkenkopf / Diamantschnitt-Balkenkopf), unter den Balkenköpfen der vorkragenden Stockwerke profilierte Konsolen (konstruktiv wohl noch nicht als Knaggen zu bezeichnen), durchgehende profilierte Brüstungsbohlen vorgesetzt; Giebelseite verschiefert, Fassadenbekleidung mit Schuppen-Schablonen; das Haus wurde umgebaut, Einbau Ladenbereich unten links um 1880, die Fenster der oberen Stockwerke durch Tiefersetzen der Brüstungen vergrößert (sichtbar an den alten Blattsassen der ehemals vorgeblatteten Brüstungsbohlen), dabei wohl auch einige Ständer versetzt; getünchtes Ziegelmauerwerk als Ausfachung; Baudenkmal gemäß Landesdenkmalliste; Aufnahmedatum: 24.8.2016 und 25.8.2016 (zweite Bildreihe; etwas zu hell belichtet, um auch die Füllhölzer zu zeigen)



 

Quedlinburg (Landkreis Harz; Sachsen-Anhalt), mehrstöckige Fachwerkhäuser mit orts- und zeittypischer Gestaltung der Balkenköpfe als Quedlinburger Pyramidenbalkenkopf / Pyramidenschnitt-Balkenkopf / Diamantschnitt-Balkenkopf: zuerst das Haus Neuendorf 10 von 1680 (datiert), danach die Häuser Hohe Straße 23 und 22 von 1661 (datiert, Details zu diesen Häusern in der dritten Bildreihe); in der zweiten Bildreihe rechts das Haus Pölkenstraße 22 am Neustädter Markt, datiert 1637 auf dem Torbalken, Füllhölzer mit Konsölchenfries / Konsolfries geschmückt, Stockschwelle mit Taustäben; zuletzt Ballstraße 14 (Neustadt) von 1690 (datiert) sowie Hohe Straße 26 um 1670; alles Baudenkmale gemäß Landesdenkmalliste; Aufnahmedatum: 25.8.2016





 

Quedlinburg (Landkreis Harz; Sachsen-Anhalt), Steinweg 23 / Ecke Reichenstraße (Neustadt), sogenannte "Börse" (wegen einer hier um 1900 vorhandenen Gaststätte "Zur Börse"); dreistöckiges Fachwerkhaus in außergewöhnlicher Ausstattung mit drei Erkern, davon ein Erker mit aufgesetztem Zwerchhaus / Zwerchgiebel und zwei rundbogigen Ladeluken, datiert 1683 auf der ersten Stockschwelle des Zwerchhauserkers; Fachwerkbau in Stockwerkkonstruktion, einseitig auf hohem Naturstein-Sockelmauerwerk, Erdgeschoss / Unterstock mehrfach umgebaut, Vorkragung im ersten Oberstock auf profilierten Konsolen, Erker auf profilierten Kopfstreben, Balkenköpfe mit Pyramidenschnitt / Diamantschnitt (Pyramidenbalkenkopf), Stockschwellen / Saumschwellen mit Schiffskehlen verziert, Brüstungsgefache teilweise mit kurzen Fußstreben, Erker mit Rautenkreuzen, Eckgefache im zweiten Oberstock sowie Giebeldreieck des Zwerchgiebels mit Rautenkreuzen bzw. Diagonalverstrebung; getünchte Ziegelausfachung; neue traditionell gegliederte Fenster; einseitig abgewalmtes Dach mit Krempziegeldeckung, kleine Schleppgauben; Baudenkmal gemäß Landesdenkmalliste; bei Gebäuden dieser Art haben Historismus und Gründerzeit ihre gestalterischen Anleihen aufgenommen; Aufnahmedatum: 25.8.2016

Literatur: Deutsches Fachwerkzentrum Quedlinburg e.V., im Internet (bisher ?) unter: fachwerklehrpfad.de/36.98.html



 

Quedlinburg (Landkreis Harz; Sachsen-Anhalt), Reichenstraße 40; kleines ehemaliges Ackerbürgerhaus in der Quedlinburger Neustadt, datiert 1686 auf der Stockschwelle / Saumschwelle über dem Tor, Umbau / Erneuerung um 1830 (Angaben gemäß Denkmalliste); zweistöckiger Fachwerkbau in niederdeutscher / niedersächsischer Konstruktion auf hohem Kellersockel aus Sandstein-Quadermauerwerk; Segmentbogen-Haustor für Hausdurchfahrt quer geteilt, Oberteil zweiflügelig, Unterteil dreiflügelig mit Hauseingangstür in der Mitte, alle Torflügel mit zwei Füllungen, unten mit überschobenen und senkrecht gerillten (kannelierten) Füllungen unter Wetterschenkeln, das Tor könnte aus der Erneuerungsphase um 1830 stammen; Fachwerk-Oberstock um etwa eine Balkenbreite vorkragend, Balkenköpfe mit Pyramidenschnitt / Diamantschnitt (Quedlinburger Pyramidenbalkenkopf), Stockschwelle mit dezent eingeschnittenen Schiffskehlen, Brüstungsgefache teilweise verziert mit Rautenkreuzen (durchkreuzte Rauten, von Andreaskreuzen überlagerte / überblattete Rauten), die beiden Eckfelder im Oberstock mit überkreuzten K-Verstrebungen (halbe "Wilde Männer"); um 1830 wurden vermutlich die Fensterbrüstungen tiefer gesetzt ohne Rücksicht auf die Rautenkreuze; Ausfachungen mit übertünchtem Sichtziegelmauerwerk in Ziersetzung; neue vierflügelige Fenster in traditioneller Gliederung mit mittigem Kämpfer (keine Kreuzstockfenster); Satteldach mit Dachhäuschen (stehende Gauben als Satteldachgauben); Baudenkmal gemäß Landesdenkmalliste; Aufnahmedatum: 26.8.2016


 

Quedlinburg (Landkreis Harz; Sachsen-Anhalt), Breite Straße 34 / Ecke Schulstraße; sehr großer dreistöckiger Fachwerkbau auf hohem Kellersockel aus Sandstein-Quadermauerwerk, entstanden um 1660 (gemäß Denkmalliste) als Wohn-Speicher-Gebäude (Kaufmannshof); Fachwerkhaus in niederdeutscher / niedersächsischer Stockwerkkonstruktion, Stockwerke gering vorkragend, profilierte Balkenköpfe und Füllhölzer, Stockschwellen / Saumschwellen im Bereich zwischen den Balkenköpfen nur leicht ausgekehlt; Brüstungsgefache meist mit Andreaskreuzen, teils auch nur mit kurzen Fußstreben / Brüstungsstreben, zweifach verriegelte Eckfelder mit halben Mannfiguren (Halbe-Mann-Figuren), übertünchte Ziegelausfachung teilweise in Ziersetzung; neue Fenster in traditioneller Gliederung; über Eck abgewalmtes Satteldach mit neuer Pfannendeckung; Baudenkmal gemäß Landesdenkmalliste; Aufnahmen zu unterschiedlichen Tageszeiten, Aufnahmedatum: 24.8.2016 und 26.8.2016





 

Quedlinburg (Landkreis Harz; Sachsen-Anhalt), Carl-Ritter-Straße 16; sehr großer dreistöckiger Fachwerkbau als Dreiflügel-Anlage, entstanden 1668 (gemäß Denkmalliste) als Wohn-Speicher-Gebäude (Kaufmannshof), heutige Nutzung als Evangelisches Gemeindehaus; Fachwerkhaus in (nicht immer ganz konsequenter) niederdeutscher / niedersächsischer Stockwerkbauweise, Stockwerke gering vorkragend; Balkenköpfe, Füllhölzer, Stockschwellen / Saumschwellen und durchgehendes Brustholz im zweiten Oberstock profiliert; Eckfelder mit langen Verstrebungen, Brüstungsgefache im zweiten Oberstock mit Zierverstrebungen aus geschweiften Rautenkreuzen (Andreaskreuze, von geschweiften Rauten überlagert, Verblattungen mit Kugelkopf-Ziernägeln gesichert), im mittleren Bereich eine Ladeluke; übertünchte Ziegelausfachung; neue Fenster in traditioneller Gliederung als Kreuzstockfenster; über Eck abgewalmtes Satteldach mit (neuzeitlichen ?) Schleppgauben und neuer Krempziegeldeckung; Baudenkmal gemäß Landesdenkmalliste; Aufnahmedatum: 26.8.2016





 

Quedlinburg (Landkreis Harz; Sachsen-Anhalt), Pölle 45; großes dreistöckiges Fachwerkhaus mit Hausdurchfahrt, errichtet 1673 (datiert auf der ersten Stockschwelle / Saumschwelle) als Kaufmannshof; hoher Kellersockel aus Sandstein-Quadermauerwerk; Fachwerkbau in niederdeutscher / niedersächsischer Stockwerkkonstruktion, Stockwerke gering vorkragend, Balkenköpfe mit Pyramidenschnitt / Diamantschnitt (Quedlinburger Pyramidenbalkenkopf), unter den Balkenköpfen profilierte Konsolen (oder kurze Knaggen, von unten nicht sicher erkennbar), profilierte Füllhölzer, Stockschwellen mit dezent eingeschnittenen Schiffskehlen; Brüstungsgefache verziert mit kurzen Fußstreben / Brüstungsstreben oder Andreaskreuzen oder Rautenkreuzen (durchkreuzte Rauten, von Andreaskreuzen überlagerte / überblattete Rauten); in den oberen Stockwerken gesimsartig durchgehende profilierte Brüstungshölzer / Brusthölzer; Ausfachungen mit Sichtziegelmauerwerk in Ziersetzung; neue Fenster in traditioneller Gliederung formal als Kreuzstockfenster (konstruktiv jedoch als Kämpferfenster), im Unterstock mit Klappläden; Satteldach mit Schleppgauben, Giebelseite mit neuem Krempziegel-Wandbehang; Baudenkmal gemäß Landesdenkmalliste; Aufnahmedatum: 24.8.2016



 

Quedlinburg (Landkreis Harz; Sachsen-Anhalt), Schlossberg 9; dreistöckiges Fachwerkhaus aus der Zeit um 1680 (gemäß Denkmalliste) in niederdeutscher / niedersächsischer Konstruktion; Vorkragungen der Stockwerke auf kurzen profilierten Knaggen, Balkenköpfe gestaltet als Quedlinburger Pyramidenbalkenkopf (Pyramidenschnitt-Balkenkopf / Diamantschnitt-Balkenkopf), Stockschwellen / Saumschwellen mit dezent eingeschnittenen Schiffskehlen, Eckgefache mit überkreuzten K-Streben (halber "Wilder Mann"), einige Brüstungsgefache mit Diagonalstreben (wegen Übermalung kaum erkennbar); getünchtes und ornamental bemaltes Ziegelmauerwerk als Ausfachung, die restaurierte Fassadenbemalung ("Bandelwerk") nach Befund soll auf die Zeit um 1730 zurückgehen; neue vierflügelige Fenster in traditioneller Gestaltung; Satteldach mit drei kleinen stehenden Dachgauben (Satteldachgauben, Dachhäuschen), neue Krempziegeldeckung; an der Stelle der heutigen Haustür befand sich ursprünglich ein Haustor; Baudenkmal gemäß Landesdenkmalliste; Aufnahmedatum: 24.8.2016 und 25.8.2016




 

Quedlinburg (Landkreis Harz; Sachsen-Anhalt); zuerst Pölle 5, Fassadendetails eines mit dem vorstehenden Gebäude vergleichbaren Fachwerkbaus, auf der unteren Stockschwelle / Saumschwelle datiert 1663, Totalsanierung mit hohem Anteil an Rekonstruktion, neue Ziegelausfachung in Ziersetzung; neu angefertigte vierflügelige Kreuzstockfenster mit nach außen öffnenden (außen angeschlagenen) Fensterflügeln und fest eingebautem Kreuzstock als Nachbau in alter Tradition, je Fensterflügel eine Quersprosse; danach Fassadendetails Lange Gasse 20 aus der Zeit um 1800, neue denkmalgerechte vierflügelige Kreuzstockfenster in anderer Bauart mit breiter profilierter Außenbekleidung, Fensterflügel hier nach innen öffnend; beides Baudenkmale gemäß Landesdenkmalliste; Aufnahmedatum: 24.8.2016


 

Quedlinburg (Landkreis Harz; Sachsen-Anhalt), zweiflügelige historische Haustüren mit Oberlicht in der Altstadt. Zuerst eine frühklassizistische Haustür um 1800 (?) in der Breiten Straße mit rautenförmig aufgedoppelten Türblättern mit geschnitzten Applikationen in der Mitte noch in barocker Tradition (zum Vergleich siehe übernächste Bildgruppe), sehr hohes Oberlicht mit deutlich jüngerer Ornamentverglasung (Bleiverglasung ?), schlanker profilierter Kämpfer, Außenfutter mit profilierter Bekleidung. Danach die barocke Haustür Breite Straße 35, wohl 2.Hälfte 18.Jahrhundert, mit geschwungenen / geschweiften Füllungen, oben mit geschweiften "Füllungsverdachungen", unten als überschobene Füllungen mit geschweiftem Wetterschenkel, Schlagleiste als gebauchter Pilaster, je Türblatt ein Knauf, stabförmiger Drücker mit Hand später (klassizistisch, siehe Literaturangabe), profilierte Rahmung in die Fachwerkständer (Türstock) eingeschnitten, die Entstehungszeit des Oberlichts ist unklar, in der zweiten Bildreihe die Tür noch einmal im Schatten. Danach oben rechts Kaiserstraße 38 (Neustadt) mit einer schlichten spätklassizistischen Dreifüllungstür wohl um 1860 (Bauzeit des Gebäudes), profilierter Kämpfer und schmales Oberlicht mit als Pfeil gestalteten geschnitzten Sprossen, spätere Türdrückergarnitur aus Gusseisen in Jugendstilformen. Aufnahmedatum: 24.-26.8.2016

Literatur zu den folgenden drei Bildgruppen allgemein und zu Breite Straße 35 (erste Bildreihe, zweite Tür) speziell: Florian Langenbeck und Mila Schrader: Türen, Schlösser und Beschläge als historisches Baumaterial. Ein Materialleitfaden und Ratgeber. Edition :anderweit, Suderburg-Hösseringen 1998; Seite 144



 

Quedlinburg (Landkreis Harz; Sachsen-Anhalt), zweiflügelige historische Haustüren mit Oberlicht in der Altstadt. Zuerst das barocke Kirchenportal (Südportal) zur Sankt Blasiikirche / Blasiuskirche von 1715-1720 aus Sandstein, durch Pilaster und Verdachung gerahmt, schlicht gehaltene frühbarocke Zweifüllungstür mit mittig geteiltem Rundbogen-Oberlicht, im Mauerwerk neben dem Portal diverse Rillen und Näpfchen eingekratzt (weitere Hinweise dazu siehe in der Stockphoto-Galerie Nr.5 N7). Daneben eine aufgearbeitete Haustür um 1900 (Gründerzeit / Historismus) am Schlossberg 3 mit Flügelverglasungen aus feinem Ornamentglas / Ätzglas und geschmiedeten Ziergittern. Zuletzt die spätbarocke Haustür / Rokokotür Weingarten 22, wohl um 1780, mit prachtvollen Schnitzereien verziert, geschweifte Füllungen, Schlagleiste als gebauchter Pilaster, das Fachwerkhaus von 1597 (leider nur Detailaufnahmen wegen ungünstigem Sonnenstand). Aufnahmedatum: 24.-26.8.2016



 

Quedlinburg (Landkreis Harz; Sachsen-Anhalt), historische Haustüren in der Quedlinburger Neustadt. Zuerst das umgebaute Haus Kaiserstraße 36 ("Fohlenhof"), datiert 1682, das ehemalige Einfahrtstor über drei Gefache später geschlossen und hier um 1750 eine zweiflügelige Hauseingangstür eingebaut mit hohem Rokoko-Oberlicht mit geschnitzten Sprossen und geschweifter Bekleidung, beide Türblätter rautenförmig aufgedoppelt mit geschnitzten Applikationen in der Mitte, Außenfutter und profilierte Bekleidung. Danach das kleine Wohnhaus Hinter der Mauer 10, errichtet wohl um 1700, ob die asymmetrisch geteilte Haustür mit schmalem verriegelten Seitenteil noch aus dieser Zeit stammt, konnte nicht ermittelt werden, aufgedübelte Zierplatten aus Holz jedenfalls in barocken Konturen, Außenfutter und profilierte Außenbekleidung sicher jünger, einseitig angeschlagene Faltklappläden geschlossen. Zuletzt die Haustür Ballstraße 18, das Gebäude datiert 1675, die klassizistische Haustür vielleicht um 1820, Zweifüllungstür, die oberen Füllungen mit Rautenornament, unten überschobene kannelierte Füllungen mit Wetterschenkeln, Schlagleiste als kannelierter Pilaster gestaltet, oben verkröpftes Zierprofil, darüber geschnitztes (oder gesägtes) Wellenband als Applikation, Außenfutter und profilierte Außenbekleidung, schlichtes Oberlicht mit Sprossen; die ehemals zweiflügelige Tür wurde wohl zur Einflügeltür umgebaut. Alle drei Gebäude mit Pyramidenbalkenköpfen; alles Baudenkmale gemäß Landesdenkmalliste; Aufnahmedatum: 25.8.2016




 

Quedlinburg (Landkreis Harz; Sachsen-Anhalt), Stieg 16 / Ecke Pölle, datiert 1620 auf der ersten Stockschwelle; Fachwerkhaus in Stockwerkkonstruktion mit verputzten und farbig gestalteten Ausfachungen, vorkragende Balkenköpfe teilweise auf Knaggen, durchgehende profilierte Brusthölzer, gelegentlich kurze Bruststreben / Brüstungsstreben. Zweiflügelige barocke Haustür mit späterem Oberlicht; Türblätter und sehr hohe profilierte Kämpferzone aus der Zeit des Barock wohl erste Hälfte 18.Jahrhundert, Zweifüllungs-Türblätter mit mehrstufig verkröpftem Zierleistenbesatz und profiliertem Kniegesims, Schlagleiste als Pilaster mit Kapitell gestaltet (heute mit einer aus architektonischer Sicht widersinnigen Farbfassung); das Oberlicht mit Ecksprossen-Verglasung sowie das breite Vierfüllungs-Außenfutter und die profilierte Außenbekleidung um 1880 in Verbindung mit einem Ladeneinbau im Unterstock. Das Haus war bis zu seiner Totalsanierung / Restaurierung 1998 verputzt, Farbigkeit sowie Gestaltung / Bemalung der Fassade wurden nach Befund erneuert. Baudenkmal gemäß Landesdenkmalliste; Aufnahmedatum: 24.8.2016

Literatur: Deutsches Fachwerkzentrum Quedlinburg e.V., im Internet (bisher ?) unter: fachwerklehrpfad.de/17.98.html



 

Quedlinburg (Landkreis Harz; Sachsen-Anhalt), Lange Gasse 28; Fachwerk-Wohnhaus mit Erdgeschoss aus Sandstein-Mauerwerk, Bruchsteine und Quader, erbaut 1629 (datiert auf einer eingemauerten Haustafel über dem Torbogen), das ehemalige Rundbogentor der Hauseinfahrt wurde um 1850 umgebaut; Fachwerk in niederdeutscher / niedersächsischer Stockwerk-Konstruktion, Stockwerke nur gering vorkragend, verzierte / beschnitzte Balkenköpfe, Füllhölzer und Stockschwellen / Saumschwellen mit Schiffskehlen, diese mit Taustäben gefüllt, die erste Stockschwelle mit Konsolfries / "Konsölchenfries" (ähnlich Zahnfries, nur dass hier jeder Zahn als kleine Konsole gestaltet ist); Brüstungsgefache im ersten Oberstock mit Andreaskreuzen, im zweiten Stock mit kurzen Brüstungsstielen zwischen den Ständern ("Leiterfachwerk", "Leiterbrüstung"); Eckfelder im zweiten Oberstock mit K-Verstrebungen jeweils als halber "Wilder Mann"; übertünchte Ziegelausfachung; neue zweiflügelige Fenster optisch in traditioneller Gliederung, das mittige Kämpferholz jedoch als Attrappe; Satteldach mit Schleppgauben; rechts benachbart das Haus Lange Gasse 29 von 1614 mit aus Bohlen zusammengesetzten und beschnitzten Brüstungstafeln; beides Baudenkmale gemäß Landesdenkmalliste; Aufnahmedatum: 25.8.2016 und 26.8.2016





 

Quedlinburg (Landkreis Harz; Sachsen-Anhalt), Breite Straße 39, Gildehaus "Zur Rose" / Gasthaus "Zur Rose", erbaut wohl als Kaufmannshof; dreistöckiges traufständiges Renaissance-Fachwerkhaus, datiert 1612, vielfach umgebaut, um 1900 Erdgeschoss (Unterstock) massiv ersetzt / umgebaut, nur das Torgebinde der ehemaligen Hausdurchfahrt ist erhalten, sowie neues flachgeneigtes Satteldach aufgesetzt; die beiden oberen Stockwerke sind weitgehend unverändert erhalten, jedoch wurden bei Fenstervergrößerung 1893 im ersten Oberstock die Brüstungsriegel unter den Fenstern tiefer gesetzt und dabei die wertvollen Brüstungsplatten eingekürzt ohne Rücksicht auf das Schnitzwerk; niedersächsischer Fachwerkbau, erster Oberstock stark vorkragend auf Kopfstreben, zweiter Stock und Dachbalken auf Konsolen (Gestaltungselement ohne konstruktive Auswirkung), diese sowie alle Balkenköpfe walzenförmig und teilweise als "Schnürrollen" gestaltet; Füllhölzer zwischen den Balkenköpfen sowie Stockschwellen mit Taustäben verziert, jeweils kleine Rosetten (Sternrosetten, Sonnenrosetten, ...) über den Balkenköpfen; Brüstungsflächen vollständig mit Bohlenausfachung, die dadurch entstandenen Holzflächen / Holztafeln sind in außergewöhnlicher und vielfältiger Weise verziert durch Flachschnitzerei, meist reliefartig (ähnlich Beschlagwerk-Schnitzerei), zwei Wappen auch plastisch, teilweise Blendarkaden als Einfach- oder Doppelarkaden; die übrigen Gefache mit rot getünchter Ziegelausfachung; neue Einflügelfenster mit Kämpfer- und Pfostenattrappe; Baudenkmal gemäß Landesdenkmalliste; Aufnahmedatum: 26.8.2016

Literatur: Deutsches Fachwerkzentrum Quedlinburg e.V., im Internet (bisher ?) unter: fachwerklehrpfad.de/26.98.html








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