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Bildarchiv Rauscher - Fotoarchiv historische Architektur

Architekturfotografie und denkmalpflegerische Bilddokumentation
Baudenkmale und Architekturgeschichte in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein

 

Stockphoto-Galerie Nr.2a  Foto, Fotografie, Bild, Abbildung

Stadt, Großstadt, Kleinstadt, Altstadt, Bürgerhaus, Ackerbürgerhaus, Stadtplatz, Stadtansicht
Gebäude und Architekturdetails im städtischen Raum

 

Fotograf und Urheberrecht:  Dipl.-Architekt Norbert Rauscher
Architektur- und Planungsbüro, D-16548 Glienicke/Nordbahn, Kieler Straße 16
Telefon: (033056) 80010, E-Mail: n.rauscher@web.de, Internet: www.rauscher-architekt.de

 

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Schleswig (Schleswig-Holstein); Gemeindehaus / Domhalle / Bürgerhaus, Norderdomstraße 4; nach einer Informationstafel am Haus um 1475 erbaut, ehemaliges "Lundtenhaus" (nach der Eigentümerfamilie Lundt bis 1571), von 1479-1528 Kalandhaus der Rosenkranz-Marien-Bruderschaft, danach bis 1571 im Besitz der Familie Lundt, später mehrfach Besitzerwechsel; heute Gemeindehaus der Domgemeinde; komplett sanierter Backsteinbau mit einem erst 1929 errichteten Schaugiebel / Treppengiebel, offenbar alle Fenster erneuert, Satteldach mit neuer Hohlpfannendeckung; Baudenkmal; Aufnahmedatum: 13.9.2009

Baugeschichte in Schleswig: Informationen zu historischen Gebäuden in der Stadt Schleswig finden sich im Internet auf der Website der Gesellschaft für Schleswig Stadtgeschichte e.V. unter www.schleswiger-stadtgeschichte.de - dort sind unter der Rubrik "Schleswig" die wichtigsten Gebäude beschrieben. Die folgenden Daten sind teilweise dieser Website entnommen.



 

Schleswig (Schleswig-Holstein), Rathausmarkt 1; traufseitiges Rathausportal / Stadtverwaltung; übergiebeltes Portal des Klassizismus, datiert 1794, mit schwerer zweiflügeliger Tür (Louis-seize, "Zopfstil"), Sandsteingewände; das letzte Bild zeigt das Eingangsportal zum Graukloster (13.Jahrhundert), dem heutigen Seitenflügel zum Rathaus (dieses steht heute an der Stelle der 1793 abgebrochenen Klosterkirche); Aufnahmedatum: 13.9.2009



 

Schleswig (Schleswig-Holstein), Lange Straße 6; ehemaliges Patrizierhaus, datiert 1695 (geschmiedete Balkenanker), nach den Angaben einer Informationstafel am Haus wurde das Gebäude jedoch schon früher errichtet von dem Bürgermeister und ersten Besitzer Johann Adolph Becker (gestorben 1658); vollständig ziegelrot getünchte (besser: rot angestrichene) Ziegelfassade / Backsteinfassade; schlichte zweiflügelige Haustür mit zweiflügeligem Oberlicht; neu angefertigte sehr große und mehrfach durch Kreuzsprossen / Gittersprossen geteilte Kreuzstockfenster und Doppelkreuzstockfenster, traditionell nach außen öffnend; sehr schöne geschmiedete Balkenanker in Form von stilisierten aufgeblühten Lilien; Aufnahmedatum: 13.9.2009




 

Schleswig (Schleswig-Holstein), Lange Straße 9; Bürgerhaus von 1735 (datiert), sanierter prunkvoller Barockbau mit Fassadenstuck, flächige Fassadenbereiche bestehen aus rot bzw. weiß getünchtem (unverputztem) Backsteinmauerwerk, die Ziegelstrukturen des Mauerwerks sind noch erkennbar; zweiflügelige Haustür unter massivem Kämpfer und Rundbogen-Oberlicht (Lünettenfenster mit Fächersprossen); Aufnahmedatum: 13.9.2009




 

Schleswig (Schleswig-Holstein), Lange Straße 19; komplett saniertes / restauriertes / rekonstruiertes Bürgerhaus, auf Haustafel mit lateinischer Inschrift datiert 1574, offenbar ein Fachwerkbau mit (später ?) vorgesetzter massiver Straßenfassade; gelb getünchtes Backsteinmauerwerk, Struktur des Mauerwerks noch gut erkennbar; große und mehrfach durch Kreuzsprossen / Gittersprossen geteilte Kreuzstockfenster mit nach außen öffnenden Fensterflügeln; zweiflügelige Haustür mit klassizistischen Türbeschlägen / Drückergarnitur (Louis-seize / Empire); Aufnahmedatum: 13.9.2009




 

Schleswig (Schleswig-Holstein), verschiedene Architekturdetails / Haustüren / Fenster aus der Altstadt; zuerst das Gebäude und das Portal der Altstadt-Apotheke, Rathausmarkt 14, errichtet 1517, ältestes Gebäude der Stadt Schleswig, die zweiflügelige Eingangstür mit Oberlicht stammt jedoch nicht mehr aus dieser Zeit; in der zweiten Bildreihe rechts die beiden Eingangstüren des Gebäudes Rathausmarkt 12 von 1852; dritte Bildreihe links das totalsanierte Haus Lange Straße 10 von 1563; zuletzt der Dom Sankt Petri mit dem romanischen Petri-Portal aus dem späten 12.Jahrhundert und die gegenüberliegende Bebauung an der Süderdomstraße, der gewaltige und weithin das Stadtbild beherrschende Westturm des Doms wurde erst 1888-1894 errichtet; Aufnahmedatum: 13.9.2009






 

Schleswig (Schleswig-Holstein); Bilder aus der Fischersiedlung Holm mit dem eigenen kleinen Friedhof und Friedhofskapelle, im Hintergrund der Dom Sankt Petri; die Wohngebäude stammen überwiegend aus dem 18./19.Jahrhundert, der Friedhof ist bis heute Eigentum der "Holmer Beliebung", einer 1650 gegründeten Totengilde, welche diesen Friedhof bis heute pflegt, die Kapelle wurde 1876 errichtet (Angaben nach einer Hinweistafel am Friedhof); zuletzt das heutige Hotel und Restaurant Zollhaus aus dem 18.Jahrhundert, am Stadtrand gelegen in direkter Nachbarschaft zu Schloss Gottorf, ein kleines kultiviertes Hotel mit guter Küche - sehr zu empfehlen; im Garten hinter dem Zollhaus befindet sich das ehemalige Gärtnerhaus, ein kleiner reetgedeckter Fachwerkbau wohl aus dem 19.Jahrhundert; Aufnahmedatum: 12.-13.9.2009




 

Schleswig (Schleswig-Holstein), Schloss Gottorf (hier der barocke Südflügel, 18.Jahrhundert) am Stadtrand direkt hinter dem Hotel Zollhaus; der sehr eindrucksvolle Schlosskomplex mit Schlosspark wurde über viele Jahrhunderte aus einer mittelalterlichen Burg entwickelt, im Schlossgebäude befindet sich heute das Schleswig-Holsteinische Landesmuseum; Aufnahmedatum: 12.9.2009



 

Schwalenberg (Schieder-Schwalenberg, Kreis Lippe; Region Ostwestfalen-Lippe), zwischen Weserbergland und Teutoburger Wald; historische Altstadt mit Fachwerkbauten; zuerst Rathaus-Komplex, reich verzierte niederdeutsche Fachwerkbauten in Stockwerkbauweise, gehört zu den bemerkenswertesten Fachwerk-Renaissancebauten in Deutschland; das zweistöckige Kerngebäude 1579 mit offener Laube errichtet, nach Brand 1591 erneuert, 1603 um den linken Anbau und 1907 um den rechten Anbau erweitert; der gesamte Komplex mit Schnitzereien / Holzschnittarbeiten verziert, Brüstungsfelder (Brüstungsbohlen) mit Fächerrosetten, figürlichen Darstellungen, Beschlagwerk-Schnitzereien, Rankenornamenten usw.; schwere Sollingplatten-Dachdeckung (Solling-Spaltstein, Wesersandstein); Totalsanierung 1989-1990; die letzten Bilder zeigen den Giebel des linken Anbaus von 1603 aus Blickrichtung Alte Torstraße; Baudenkmal; Aufnahmedatum: 14.5.2010

Schieder-Schwalenberg (Nordrhein-Westfalen) liegt zwischen Weserbergland und Teutoburger Wald im Naturpark Teutoburger Wald / Eggegebirge im Südosten des Kreises Lippe. Das Eggegebirge ist noch Teil des westlichen Weserberglandes. Das bereits 1231 bezeugte Schwalenberg, zeitweise nur ein Flecken, hat seine Stadtgestalt (Silhouette / Stadtgrundriss) über Jahrhunderte bis heute fast unverändert bewahrt, der historische Stadtkern ist bis heute noch weitgehend in seiner ursprünglichen Form erlebbar. Die kleine Altstadt ist geprägt durch teils eindrucksvolle, meist giebelständige Fachwerkhäuser aus dem 17. bis 19.Jahrhundert, darunter mehrere Dielenhäuser. Pflege und Erhaltung der Altstadt werden sorgfältig durch konzeptionelle Planungen und denkmalpflegerische Maßnahmen gesteuert, gefördert und überwacht. Für den baugeschichtlich interessierten Touristen ein lohnenswertes Reiseziel.

Literatur: Historische Stadt- und Ortskerne in Nordrhein-Westfalen. Eine Dokumentation. Hrsg. durch das Ministerium für Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, 1994







 

Schwalenberg (Schieder-Schwalenberg, Kreis Lippe; Region Ostwestfalen-Lippe), Brauergildestraße; Fachwerk-Dielenhaus, datiert 1611 auf dem rechten Winkelholz im Torbogen, ehemaliges Ackerbürgerhaus mit Mittellängsdiele (niederdeutsches / westfälisches Dielenhaus), in den Seitenschiffen ehemals Wohn- und Wirtschaftsräume, im Dachraum Speicher; giebelständiges zweigeschossiges Fachwerkhaus als Vierständerbau / Vierständerhaus in Geschossbauweise mit Langständern, Traufseiten mit Langstreben (lange Fußstreben), weiß getünchte Ausfachung; Torgebinde mit langen Torständern, ausgerundeter Torbalken (Torholm, Torsturz) mit Inschrift, darunter ausgerundete Winkelhölzer (Knaggen), insgesamt ergibt sich ein Rundbogen für die Toröffnung; über dem Torbalken mit Zahnfries verzierte Simsbohle, darüber niedrige Dielenfenster; Dielentor aus Holz mit geteilten Torflügeln, herausnehmbares profiliertes Querholz (Setzholm) als Anschlag für die Torflügel; leicht vorkragender gestufter Steilgiebel aus Sichtfachwerk; Vorkragungen auf Stichbalken, Rähme, Füllhölzer und Schwellen mit Renaissanceschnitzereien verziert; Satteldach mit schwerer Sollingplatten-Dachdeckung / Dachplatten aus Sollingsandstein / Sollingspaltplatten; im Erdgeschoss wird heute ein feines Café betrieben (sehr zu empfehlen), die Obergeschosse dienen dem Antiquitätenhandel und sind incl. offene Diele weitgehend in ursprünglicher Raumaufteilung zu besichtigen (!); Baudenkmal; Aufnahmedatum: 14.5.2010




 

Schwalenberg (Schieder-Schwalenberg, Kreis Lippe; Region Ostwestfalen-Lippe); Straßenbilder und Fachwerkhäuser in der Altstadt, teils ehemalige Ackerbürgerhäuser, inzwischen umgebaut; in der zweiten Bildreihe links ein traufständiger quer erschlossener Fachwerkbau in Stockwerkbauweise von 1767 (Brauergildestraße; heute Löwenapotheke), daneben ein Dielenhaus mit zwei Utluchten (zweistöckige Standerker) in der Marktstraße; daneben ein umgebautes Dielenhaus, bei dem das Torgebinde mit Diele umgebaut (geteilt) wurde zum Zweifamilienhaus; zuletzt eine zweiflügelige Haustür in spätklassizistischen Formen von 1860 mit Kämpfer und Oberlicht (oder ein Nachbau ?); Aufnahmedatum: 14.5.2010




 

Schwalenberg (Schieder-Schwalenberg, Kreis Lippe; Region Ostwestfalen-Lippe); Fachwerkhaus, datiert 1804 auf dem Torbalken (Torholm), teils inzwischen verändert; wohl ehemaliges Ackerbürgerhaus mit Mittellängsdiele (niederdeutsches Hallenhaus / westfälisches Dielenhaus), Vierständerbau / Vierständerhaus, Giebelseite in Stockwerkbauweise, Traufseiten in Langständerbauweise mit Langstreben (lange Fußstreben), offenbar durchgängig dick verputzte Ziegelausfachung; Torgebinde mit langen Torständern, Torbalken mit Inschrift und Baujahr, darunter ausgerundete Winkelhölzer (Kopfstreben), insgesamt ergibt sich ein Segmentbogen für die Toröffnung; über dem Torbalken niedrige Dielenfenster, Dielentor aus Holz nicht mehr in ursprünglichen Formen; auf Stichbalkenlage leicht vorkragender Steilgiebel aus Sichtfachwerk, oberhalb der Kehlbalken senkrecht verbrettert; neuere Ziegeldeckung; Aufnahmedatum: 14.5.2010

Hinweis: Das niederdeutsche Hallenhaus war ein Bauernhaus mit überwiegend zur Dielenseite hin offenen Seitenschiffen. Als Dielenhaus wird allgemein ein (auch kleinstädtisches) Ackerbürgerhaus oder (auch dörfliches) Handwerkerhaus bezeichnet, bei dem sich in den Seitenschiffen weitgehend geschlossene Räume befanden. Handelt es sich in beiden Fällen konstruktiv z.B. um einen zweigeschossigen Vierständer-Fachwerkbau / Vierständerhaus in Geschossbauweise mit Wohnräumen an der Straßenseite, wie in Westfalen und in der Oberweserregion üblich, so gibt es konstruktiv (bezogen auf das Fachwerk-Gefüge) keine Unterschiede. Die Unterschiede sind funktioneller Art. Beim Ackerbürgerhaus lässt sich daher trefflich streiten, ob der Besitzer seine Einkünfte überwiegend aus dem Ackerbau bezogen hat (dann hatte er wohl ein Hallenhaus mit etwas breiterer Diele) oder ob er die Diele überwiegend zur Ausübung seines Handwerks nutzte (dann wird man eher von Dielenhaus sprechen). In beiden Fällen gab es im hinteren Teil der Seitenschiffe meist auch Ställe. Bei kleineren Handwerkern waren in den oft erstaunlich großen Dielenhäusern in den Seitenschiffen auch Einlieger- oder Altenteiler-Wohnungen untergebracht.

Literatur zum Thema westfälische Bauernhöfe: Heinrich Stiewe: Lippische Bauernhöfe des 16.-19.Jahrhunderts. Ein Beitrag zur ländlichen Hausforschung. Lippisches Landesmuseum Detmold 1997



 

Schwalenberg (Schieder-Schwalenberg, Kreis Lippe; Region Ostwestfalen-Lippe), Papenwinkel; giebelständiges Fachwerk-Dielenhaus, datiert 1592 auf dem Torbalken (Torholm, Torsturz), Toröffnung und Diele inzwischen umgebaut; wohl ehemaliges Ackerbürgerhaus mit Mittellängsdiele (niederdeutsches Dielenhaus / Hallenhaus), zweigeschossiges Vierständer-Fachwerkhaus / Vierständerhaus in Geschossbauweise mit Langständern und weiß getünchter Ausfachung; Torgebinde mit langen Torständern, stark ausgerundeter Torbalken mit Inschrift und Baujahr, darunter ausgerundete Winkelhölzer (Knaggen), insgesamt ergibt sich ein Rundbogen für die Toröffnung; über dem Torbalken niedrige Dielenfenster; leicht vorkragender gestufter Steilgiebel aus Fachwerk, Giebelspitze oberhalb der Kehlbalkenlage senkrecht verbrettert; Torbogen, Füllhölzer zwischen den Stichbalkenköpfen und Giebelschwelle mit Schnitzereien (Renaissance) verziert; Satteldach mit neuzeitlicher Hohlpfannendeckung; Baudenkmal; Aufnahmedatum: 14.5.2010



 

Schwalenberg (Schieder-Schwalenberg, Kreis Lippe; Region Ostwestfalen-Lippe); verträumter Blick vom Platz vor der Kirche über die westlich gelegene Landschaft bei trübem (wohl typisch westfälischem) Wetter; im Vordergrund ein kleines Fachwerkhaus; Aufnahmen in verschiedenen Einstellungen, Aufnahmedatum: 14.5.2010


 

 


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