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Architekturfotografie und denkmalpflegerische Bilddokumentation

Bildarchiv Norbert Rauscher - Fotoarchiv historische Architektur
Baudenkmale und Architekturgeschichte in Heidelberg (Baden-Württemberg)

 

Stockphoto-Galerie Nr.2a  Foto, Fotografie, Bild, Abbildung

Stadt, Großstadt, Kleinstadt, Altstadt, Bürgerhaus, Ackerbürgerhaus, Stadtplatz, Stadtansicht
Gebäude und Architekturdetails im städtischen Raum

 

Fotograf und Urheberrecht:  Dipl.-Architekt Norbert Rauscher
D-16548 Glienicke/Nordbahn, Kieler Straße 16, Telefon: (033056) 80010, E-Mail: n.rauscher@web.de
Internet: www.fotografie-architektur.de, www.fotografie-landschaft.de
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Heidelberg (Kurpfalz; Baden-Württemberg), Hauptstraße 97; Palais Moraß (Morass), erbaut 1712, Baumeister / Architekt war wohl Johann Adam Breunig (um 1660-1727), seit 1906 Kurpfälzisches Museum; dreigeschossiges barockes Stadtpalais mit 11-achsiger Naturstein-Putz-Fassade, gequaderte / genutete Ecklisenen, fünfachsiger flacher Mittelrisalit; Fenster mit profilierten verkröpften (geohrten) Fenstergewänden ("Heidelberger Ohrenfenster"), gerader Verdachung (Kopfgesims) und Brüstungsplatten jeweils auf Sockelgesims, im Erdgeschoss schmiedeeiserne Vorsatz-Fenstergitter in aufwendiger Ausführung als weit ausladende Korbgitter; in den drei zentralen Fensterachsen das rundbogige Einfahrtsportal unter einem Altan, dieser auf Säulen mit hohen Postamenten, korinthischen Kapitellen und Gebälk, Altangeländer aus flachen Gusseisen-Balustern montiert, über der Fenstertür das Bettendorf-Wappen des späteren Besitzers; alle heute unter der roten Fassadenfarbe verborgenen Architekturelemente bestehen aus dem regionaltypischen rötlichen Sandstein (vermutlich Neckartäler Sandstein), dessen natürliche Textur durch die Farbe nicht mehr erlebbar ist; siehe dazu die Hinweise auf der vorangegangenen Seite. Die letzten Bilder zeigen die Hauptstraße mit Blick in Richtung Marktplatz, im Hintergrund der Kirchturm der Heiliggeistkirche. Aufnahmedatum: 3.9.2019

Literatur und weitere Informationen zur Baugeschichte in Heidelberg (gilt für alle Bildgruppen auf dieser Seite; siehe auch Literaturangaben auf der vorangegangenen Seite oben):
Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland - Kulturdenkmale in Baden-Württemberg. Stadtkreis Heidelberg. Herausgegeben vom Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg. Band II.5 in zwei Teilbänden, bearbeitet durch Melanie Mertens. Mit Beiträgen von 27 Autoren. Jan Thorbecke Verlag Ostfildern 2013. Band II.5.1: Altstadt Heidelberg. Angaben zu Palais Morass ab Seite 250
Zum Bettendorf-Wappen an der Fassade über der Altantür und zur Familiengeschichte derer von Bettendorf finden sich interessante Informationen unter http://www.welt-der-wappen.de/Heraldik/Galerien/galerie1018.htm
Historische Gebäude in Heidelberg unter: http://www.s197410804.online.de/ABC/ABCgebaeude.htm (Website des Heidelberger Geschichtsvereins e.V.)
Baumeister und Bildhauer in Heidelberg siehe unter: http://histmath-heidelberg.de/heidelberg/mathrund-www/bau.htm
Historische Persönlichkeiten mit Wirkung in Heidelberg siehe auch unter https://www.deutsche-biographie.de/

Zeittafeln zur Heidelberger Geschichte, zusammengestellt durch den Heidelberger Geschichtsverein e.V. (hervorragend !):
Zeittafel zur Heidelberger Geschichte 1400-1500 unter: http://www.s197410804.online.de/Zeiten/1400.htm
Zeittafel zur Heidelberger Geschichte 1500-1600 unter: http://www.s197410804.online.de/Zeiten/1500.htm
Zeittafel zur Heidelberger Geschichte 1600-1700 unter: http://www.s197410804.online.de/Zeiten/1600.htm
Zeittafel zur Heidelberger Geschichte 1700-1800 unter: http://www.s197410804.online.de/Zeiten/1700.htm
Zeittafel zur Heidelberger Geschichte 1800-1850 unter: http://www.s197410804.online.de/Zeiten/1800.htm
Zeittafel zur Heidelberger Geschichte 1850-1900 unter: http://www.s197410804.online.de/Zeiten/1850.htm
Zeittafel zur Heidelberger Geschichte 1900-1950 unter: http://www.s197410804.online.de/Zeiten/1900.htm





 

Heidelberg (Kurpfalz; Baden-Württemberg), Palais Moraß (Morass, weitere Angaben siehe oben), Details von den rückwärtigen Hofgebäuden, wohl ebenfalls erbaut um 1712; zuerst eine Tür im geohrten Sandsteingewände mit roter Farbfassung zum linken Seitengebäude, danach die Kellerluke ("Kellerhals") zum rechten Seitenflügel mit Holzklappen (Brettklappen) und kunstvoll geschmiedeten barocken Beschlägen: große breite Langbänder mit Bandrolle auf Kloben mit Dorn, Türdrückergarnitur mit Flachschildern (Kurzschilder für Kastenschloss); Aufnahmen bei bedecktem Himmel, Aufnahmedatum: 5.9.2019



 

Heidelberg (Kurpfalz; Baden-Württemberg), zwei Gebäude jeweils mit Hausmadonna in Skulpturen-Ecknischen in der Altstadt; Aufnahmedatum: 3.9.2019
- Hauptstraße 137, errichtet 1742, an der Gebäudeecke im ersten Obergeschoss in der gequaderten / genuteten Ecklisene eine Skulpturennische / Ecknische (Konche) als Muschelnische mit Hausmadonna, Muttergottes mit Jesuskind, in der Nachfolge des Bildhauers Peter van den Branden (..?.-1720); Fenster mit Ohrengewänden / geohrten Gewänden.
- Hauptstraße 168, Medersches Haus, ein Bürgerhaus vermutlich um 1720 von Johann Adam Breunig (um 1660-1727) errichtet, 1827 durch den Kaufmann Ludwig Meder erworben (daher die Bezeichnung); Sandstein-Putz-Fassade, der Sandstein vollständig unter Farbe (siehe dazu die Hinweise auf der vorangegangenen Seite), zwischen den Fenstern der Obergeschosse seltene Blattkonsolen wohl zur Aufstellung von Lichtern bei Festlichkeiten; an der Gebäudeecke im ersten Obergeschoss eine Figurennische / Ecknische (Konche) als Muschelnische für eine Madonna mit Jesuskind, Muttergottes auf der Weltkugel, Madonna im Sternenkranz, apokalyptische Madonna, zu ihren Füßen eine um die Weltkugel geringelte Schlange, das Jesuskind mit dem Kreuz in den Händen; die Skulptur wird Peter van den Branden zugeschrieben (?), zu sehen ist eine Kopie, das Original befindet sich im Museum.

Literatur: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland - Kulturdenkmale in Baden-Württemberg. Stadtkreis Heidelberg. Herausgegeben vom Landesamt für Denkmalpflege ... (siehe oben). Band II.5.1: Altstadt Heidelberg, Seiten 261 und 269 (in der Reihenfolge der Fotos)




 

Heidelberg (Kurpfalz; Baden-Württemberg), Gebäude mit Hausmadonnen in Skulpturennischen in der Altstadt, zuletzt mit Christusfigur; Aufnahmen teilweise von Doris Rauscher, Aufnahmedatum: 3.9.2019 und 5.9.2019 (letzte Bilder am Richard-Hauser-Platz)
- Fischmarkt 4 / Ecke Haspelgasse, Haus Traitteur, entstanden 1733, vom Festungsbaumeister Johann Andreas von Traitteur (1752-1825) erworben und ab 1787 zu seinem Wohnhaus umgebaut, an der Hausecke am ersten Obergeschoss in der gequaderten Ecklisene eine Skulpturennische / Ecknische (Konche) als Muschelnische mit Hausmadonna, gekrönte Marienstatue mit Jesuskind (inzwischen Kopie).
- Schulgasse 2, westlich neben der Jesuitenkirche am Richard-Hauser-Platz, Skulpturennische / Ecknische mit Hausmadonna ("Madonna im Sieg", "Madonna zum Siege") mit deutlich gegenreformatorischem Charakter, bei der das personifizierte Böse durch die Kreuzeslanze besiegt wird, errichtet um 1718 zusammen mit dem Gebäude durch den Universitätsbuchhändler Theodor Herrmann Loerinck, die Skulptur (jetzt Kopie) wird der Werkstatt des Bildhauers Peter van den Branden (..?.-1720) zugeschrieben. Die letzten beiden Bildreihen zeigen die Fassade und den Hauseingang zu diesem Gebäude; das Haus besaß im Erdgeschoss ursprünglich offene Eckarkaden für eine Ladennutzung, im 19.Jahrhundert umgebaut.
- Merianstraße 2, das Eingangsportal um 1755 zum Jesuitenkolleg östlich neben der Jesuitenkirche am Richard-Hauser-Platz, im prunkvollen Portalaufsatz auf Obergeschosshöhe eine Wandnische mit Christusfigur.

Literatur: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland - Kulturdenkmale in Baden-Württemberg. Stadtkreis Heidelberg. Herausgegeben vom Landesamt für Denkmalpflege ... (siehe oben). Band II.5.1: Altstadt Heidelberg, Seiten 188-189 und 452-454 (in der Reihenfolge der Fotos)






 

Heidelberg (Kurpfalz; Baden-Württemberg), historische Hauseingangstüren im Altstadtgebiet; Aufnahmedatum: 4.9.2019
- Plöck 42, portalartige und durch Sichtziegelmauerwerk gerahmte Eingangsgestaltung aus Sandstein mit gewissen Anklängen des Jugendstil, datiert und bezeichnet in der Kartusche zwischen Tür und Oberlicht mit "Höh. Mädchen Schule 1907"; zweiflügelige Zweifüllungstür des "Nachhistorismus", die oberen Füllflächen als Lichtausschnitt mit Sprossenverglasung aus Strukturglas sowie geschmiedeten Vorsatz-Ziergittern, breite geschmiedete Lappen-Türbänder (oben als Eckwinkel-Türbänder), schlicht profilierter Kämpfer, Oberlicht mit senkrechter Sprossenteilung und Strukturglas; separates nierenförmiges Oberlicht mit geschweiften Fächersprossen zur Hausflurbelichtung; danach drei Straßenbilder aus der Plöck.
- Plöck 83, zweiflügelige Haustür (gleichzeitig Hoftor) aus Eichenholz um 1870, profilierter Kämpfer mit Zahnschnittleiste, hohes und mittig geteiltes Oberlicht mit Ziersprossenverglasung, Dreifüllungstürblätter mit gedrechselten und geschnitzten Applikationen (einige fehlen), Schlagleiste als kannelierter Pilaster mit Kapitell gestaltet; profiliertes segmentbogiges Türgewände unter Farbe wohl aus Sandstein.
- Plöck 62, schwere zweiflügelige Haustür des Historismus (Neorenaissance) von 1895 (gleichzeitig Hoftor) mit Kämpfer und mittig geteiltem Oberlicht mit Baluster; Dreifüllungstürblätter, die mittleren Füllflächen als Lichtausschnitte mit Verglasung und geschmiedeten Vorsatz-Ziergittern, Schlagleiste mit säulenförmiger Gestaltung.
- Plöck 64a, schmale einflügelige Haustür des Historismus (Neorenaissance) von 1896 mit hohem Oberlicht, Türblatt mit Lichtausschnitt und geschmiedetem Vorsatz-Ziergitter.
- Plöck 105, Sandsteinportal, bezeichnet und datiert "Friedrich Ebert Schule 1868" (heute Theodor-Heuss-Realschule).

Literatur: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland - Kulturdenkmale in Baden-Württemberg. Stadtkreis Heidelberg. Herausgegeben vom Landesamt für Denkmalpflege ... (siehe oben). Band II.5.1: Altstadt Heidelberg, Seiten 411, 420, 415, 416 und 423 (in der Reihenfolge der Fotos)







 

Heidelberg (Kurpfalz; Baden-Württemberg), historische Haustüren und Hausportale in der Altstadt; Aufnahmezeitraum: 3.9.2019 bis 5.9.2019
- Hauptstraße 112, zweiflügelige Dreifüllungstür (Kassettentür) in spätklassizistischen Formen mit Kämpfer (Verzierung durch Rundbogenfries) und Oberlicht im profilierten Segmentbogengewände aus Sandstein (Farbgebung nach Befund erneuert), das Türgewände seitlich (bzw. die Pfeiler zwischen Tür und Schaufenstern) als Pilaster mit Kapitell gestaltet, entstanden mit dem Umbau des Gebäudes um 1850.
- Karlstraße 2, ursprünglich ein Durchfahrtsportal, das Gebäude entstanden um 1733, später mehrfach verändert, die heutige Portaltür im korbbogigen gequaderten Gewände mit Kämpfern (vermutlich Sandstein unter Fassadenfarbe) stammt von einem Umbau 1919. Danach eine schmale zweiflügelige Tür mit Kämpfer und Oberlicht zu einem anderen Gebäude, Datierung unklar.

Literatur:
Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland - Kulturdenkmale in Baden-Württemberg. Stadtkreis Heidelberg. Herausgegeben vom Landesamt für Denkmalpflege ... (siehe oben). Band II.5.1: Altstadt Heidelberg, Seiten 253 und 309
Zum Haus Karlstraße 2 siehe Christiane Prestel: Das Haus Karlstraße 2. Enthalten in: Peter Anselm Riedl (Herausgeber): Die Gebäude der Universität Heidelberg. Textband. Springer-Verlag Berlin Heidelberg GmbH 1987, Seiten 276-277



 

Heidelberg (Kurpfalz; Baden-Württemberg), historische Haustüren in der Altstadt; Aufnahmezeitraum: 3.9.2019 bis 5.9.2019
- Ingrimstraße 38, das Gebäude errichtet 1705; zweiflügelige Haustür im Oberlicht-Ohrengewände, ein profiliertes verkröpftes Sandsteingewände, hier mit Oberlichtverdachung (das Wellenband darüber ist ein Fassadenfries, auf dem Foto in unglücklicher Überschneidung), datiert auf den Türblättern 1731 (nach Rainer Laun irrtümlich datiert, nach stilistischen Kriterien einzuordnen um 1790-1800: "reich geschnitzter Türe mit typisch klassizistischen Dekorationsmotiven: Rosetten, Eierstab, Perlstab, geriefelte Streifen. Mit Bändern und Schleife zusammengeschnürter Liktorenstab in senkrechter Unterteilung"; siehe Literaturangabe); Fenster mit Klappläden als Füllungsklappen / Kassettenklappen; Aufnahmen an verschiedenen Tagen bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen. Danach zwei Straßenbilder der Schiffgasse, ganz hinten Haus 8.
- Schiffgasse 8, Wohnhaus von 1786, barocke einflügelige Haustür mit Oberlicht im profilierten Ohrengewände aus Sandstein mit Farbfassung, Oberlicht-Ohrengewände, vollflächig rautenförmig aufgedoppeltes Türblatt mit kantenprofilierten Brettern und (wohl geschmiedeten) Nagelköpfen; Fenster mit Klappläden, links neben dem Eingang eine Kellerluke ("Kellerhals") mit Holzklappe, auch die Fenster- und Lukengewände aus Sandstein als Ohrengewände. Danach ein vergleichbares verkröpftes / geohrtes Türgewände mit Oberlicht (Oberlicht-Ohrengewände) zum Haus Hauptstraße 219, Anfang 18.Jahrhundert, ebenfalls vermutlich Sandstein unter Farbfassung.
- Steingasse 2, Eingang zum Gasthaus "Goldener Hecht", das Gebäude errichtet 1717, Haustür im barocken profilierten und verkröpften Sandsteingewände, Türbekrönung / Türaufsatz über der Haustür als halbplastische bildhauerische Arbeit (Hochrelief) der 1930er Jahre vom Bildhauer Ratz mit Farbfassung, dargestellt ist ein von zwei Füllhörnern flankierter Lorbeerkranz, in dessen Rundung ein Engel den Wappenschild hält.

Literatur:
Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland - Kulturdenkmale in Baden-Württemberg. Stadtkreis Heidelberg. Herausgegeben vom Landesamt für Denkmalpflege ... (siehe oben). Band II.5.1: Altstadt Heidelberg, Seiten 304, 430, 283 und 467 (in der Reihenfolge der Fotos). Das Oberlicht-Ohrengewände aus Sandstein findet sich bis heute massenhaft im Altstadtgebiet von Heidelberg, es zählt zu den prägenden historischen und daher schutzwürdigen Architekturelementen im Stadtgebiet (!).
 Zum Haus Ingrimstraße 38 siehe Rainer Laun: Historische Hauseingänge. Türen, Tore und Portale im Rhein-Neckar-Kreis. Enthalten in: Denkmalpflege in Baden-Württemberg, Band 15, Nr.2 (1986), herausgegeben durch das Landesdenkmalamt Baden-Württemberg, Stuttgart 1986, Seiten 66-78
 Zum Haus Schiffgasse 8 siehe Landeskundliches Informationssystem Baden-Württemberg (LEO-BW) unter https://www.leo-bw.de/web/guest/detail-gis/-/Detail/details/DOKUMENT/lad_denkmale/99923432/Wohnhaus%20Schiffgasse%208%20Heidelberg





 

Heidelberg (Kurpfalz; Baden-Württemberg), Ingrimstraße 32, barockes zweigeschossiges Wohnhaus von 1707, Fenster mit profilierten verkröpften ("geohrten") Fenstergewänden vermutlich aus Sandstein ("Heidelberger Ohrenfenster"); im Erdgeschoss schwere aufgedoppelte Fensterläden als Klappläden in traditioneller süddeutscher Ausführung, innenseitig waagerecht aufgedoppelt mit kantenprofilierten Brettern, außen erscheinen sie als glatte schmucklose Vertikalbrettklappen, im geschlossenen Zustand sitzen die Klappläden flächenbündig passgenau im Gewändefalz; oben kleine rechteckige Öffnungen für Belichtung / Belüftung mit eingesetzten Rahmen mit Brettchenlamellen; Befestigung am Fenstergewände durch Langbänder mit Bandrolle auf geschmiedeten Stützkloben mit Dorn. Im Sockelbereich unter den hinteren Fenstern zwei Öffnungen zum Keller ("Kellerhals") mit schmiedeeisernen Ziergittern. Aufnahmedatum: 5.9.2019

Literatur: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland - Kulturdenkmale in Baden-Württemberg. Stadtkreis Heidelberg. Herausgegeben vom Landesamt für Denkmalpflege ... (siehe oben). Band II.5.1: Altstadt Heidelberg, Seite 303


 

Heidelberg (Kurpfalz; Baden-Württemberg), die beiden Hauptportale zur Alten Universität am Universitätsplatz, Grabengasse 1, errichtet 1712-1735, Baumeister / Architekt: Johann Adam Breunig (um 1660-1727), das rechte (südliche) Portal im Detail; rundbogiges Portal aus Sandstein mit Farbfassung (siehe dazu die Hinweise auf der vorangegangenen Seite), flankiert von glatten Säulen auf Postamenten mit korinthischen Kapitellen, Gebälk unter verkröpftem Gesims und Segmentbogengiebel, florale Reliefs in den Bogenzwickeln sowie Säulenkapitelle vergoldet; zweiflügelige Portaltür wohl aus der Zeit des Historismus mit Kämpfer und rundbogigem Oberlicht, Türblätter mit Flügelverglasungen und geschmiedeten Vorsatz-Ziergittern, das mittig geteilte Oberlicht ebenfalls mit geschmiedetem Vorsatz-Ziergitter. Im Gebäude die Alte Aula, äußerst prunkvoll umgestaltet 1886 in den Formen der Neorenaissance, Architekt: Josef Wilhelm Durm (1837-1919; auch: Joseph). Aufnahmedatum: 5.9.2019

Literatur: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland - Kulturdenkmale in Baden-Württemberg. Stadtkreis Heidelberg. Herausgegeben vom Landesamt für Denkmalpflege ... (siehe oben). Band II.5.1: Altstadt Heidelberg, ab Seite 215







 

Heidelberg (Kurpfalz; Baden-Württemberg), Neue Universität Heidelberg, Eingangsbereich des Hauptgebäudes von 1931 am Universitätsplatz, Grabengasse 3, ein Bau der "Neuen Sachlichkeit", Entwurf und Bauleitung: Architekt Karl Gruber (1885-1966); über dem Eingang die Bronzeplastik der Pallas Athena / Minerva von Karl Albiker (1878-1961) und der Leitspruch der Universität "Dem lebendigen Geist"; Aufnahmen am frühen Abend, Aufnahmedatum: 3.9.2019

Literatur:
Dieter Griesbach, Annette Krämer und Mechthild Maisant: Die Neue Universität. Enthalten in: Peter Anselm Riedl (Herausgeber): Die Gebäude der Universität Heidelberg. Textband. Springer-Verlag Berlin Heidelberg GmbH 1987, Seiten 79-112
Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland - Kulturdenkmale in Baden-Württemberg. Stadtkreis Heidelberg. Herausgegeben vom Landesamt für Denkmalpflege ... (siehe oben). Band II.5.1: Altstadt Heidelberg, Seiten 217-218


 

Heidelberg (Kurpfalz; Baden-Württemberg), Bauten aus der Zeit des "Nachhistorismus" in der Hauptstraße, alle Gebäude mit Sandsteinfassaden, aber nicht aus dem regionaltypischen rötlichen Neckartäler Sandstein. Zuerst das ehemalige "Odeon Lichtspielhaus" Hauptstraße 37, heute Geschäftshaus, errichtet 1911 von den Architekten Heinrich Kumpf und Carl Wolf, ein dreigeschossiges Gebäude mit neoklassizistischer Fassade vollständig aus Sandstein, kannelierte ionische Kolossalsäulen über beide Obergeschosse, die Brüstungsfelder im zweiten Obergeschoss geschmückt mit figürlichen Reliefs in eingetieften querovalen Schmuckflächen, Kreuzsprossenfenster, Dachgeschoss mit Schieferdeckung und Gauben; Baudenkmal gemäß Landesdenkmalliste. Danach einige Details von Hauptstraße 90 / Karl-Ludwig-Straße 2, ein Eckgebäude ebenfalls mit Sandsteinfassade, datiert und bezeichnet auf einer Schmucktafel an der Fassade mit "Erbaut Im Jahre 1903-1904". Zuletzt nur ein Bild von Hauptstraße 92, Sandsteinfassade, bezeichnet mit "Erbaut 1906". Aufnahmen teilweise von Doris Rauscher, Aufnahmedatum: 3.9.2019

Literatur: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland - Kulturdenkmale in Baden-Württemberg. Stadtkreis Heidelberg. Herausgegeben vom Landesamt für Denkmalpflege ... (siehe oben). Band II.5.1: Altstadt Heidelberg, Seiten 235, 305 und 248-249 (in der Reihenfolge der Fotos)





 

Heidelberg (Kurpfalz; Baden-Württemberg), Fassadendetails von zwei Gebäuden in der Hauptstraße. Zuerst Hauptstraße 52, das Haus zum Riesen (benannt nach der überlebensgroßen Statue des Bauherrn im Mittelrisalit), errichtet 1707 als Stadtpalais für Generalleutnant Eberhard Friedrich von Veningen (Venningen), Baumeister / Architekt war Johann Adam Breunig (um 1660-1727); Sandstein-Putz-Fassade, alle Sandsteinelemente unter rotbrauner Farbe, rundbogiges Prunkportal, Balustraden-Balkon auf wuchtigen Konsolen, über der Balkontür eine Figurennische mit Bauherrenstandbild vom Bildhauer Heinrich Charrasky (1656-1710)). Danach Hauptstraße 44, ein Bau des späten Historismus, Sandstein-Putz-Fassade, Neorenaissance mit einigen Jugendstil-Elementen (z.B. Ornamentverglasungen), unten auf dem zweigeschossigen Erker bezeichnet und datiert "A 1901 D". Aufnahmedatum: 3.9.2019 und 5.9.2019

Literatur: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland - Kulturdenkmale in Baden-Württemberg. Stadtkreis Heidelberg. Herausgegeben vom Landesamt für Denkmalpflege ... (siehe oben). Band II.5.1: Altstadt Heidelberg, Seiten 238-239 und 235




 

Heidelberg (Kurpfalz; Baden-Württemberg), historische Gebäude, Straßen, Plätze und Architekturdetails im Altstadtgebiet zwischen Bismarckplatz und Karlsplatz aus allen baugeschichtlichen Epochen zwischen Barock und spätem Historismus, in loser Folge ohne Beachtung städtebaulicher Nachbarschaften. In den ersten beiden Bildreihen die "Kümmel-Spalterei", Hauptstraße 117, Wohnhaus mit Gaststätte, errichtet 1766, aufgestockt 1898, wohl erst seit 1920 unter dieser Bezeichnung betrieben; links daneben ein Gebäude mit schlanken alten, in Heidelberg seltenen T-Fenstern ("Galgenfenster"), Schlagleisten als kannelierte Pilaster gestaltet, einteilige Oberlichter als Kippflügel, Hängeblumenkästen aus Holz mit geschnitztem Girlandendekor. In der dritten Bildreihe die geschnitzte Perkeo-Figur zum gleichnamigen Gasthaus, Hauptstraße 75, wohl aus den 1930er Jahren, in Anlehnung an die große Perkeo-Figur im Weinkeller auf dem Schlossberg; zuletzt das Fachwerkhaus Untere Straße 4 von 1707, zu großen Teilen rekonstruiert. Aufnahmen teilweise von Doris Rauscher, Aufnahmezeitraum: 3.9.2019 bis 5.9.2019

Literatur: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland - Kulturdenkmale in Baden-Württemberg. Stadtkreis Heidelberg. Herausgegeben vom Landesamt für Denkmalpflege ... (siehe oben). Band II.5.1: Altstadt Heidelberg, unter anderem Seiten 254, 243 und 481











 

Heidelberg (Kurpfalz; Baden-Württemberg), Heiliggeistkirche am Marktplatz, Hauptstraße 189, evangelische Pfarrkirche, ehemals Stiftskirche; gotische Hallenkirche, Baubeginn wohl um 1300, in heutiger Form im Zeitraum um 1398-1515 (Fertigstellung Turm), Außenfassade vollständig aus Sandstein-Quadermauerwerk, Roter Neckartäler Sandstein, schwere Zerstörungen 1693 durch die Franzosen, bis 1700 Wiederaufbau des Kirchendaches in barocken Formen als Mansard-Walmdach, 1709 barocke Turmhaube als achteckige Schweifhaube (Welsche Haube) mit Laterne; Ladeneinbauten zwischen den äußeren Strebepfeilern seit 1365 belegt, in heutiger Dimension seit 1698; Aufnahmedatum: 3.9.2019 und 5.9.2019

Literatur: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland - Kulturdenkmale in Baden-Württemberg. Stadtkreis Heidelberg. Herausgegeben vom Landesamt für Denkmalpflege ... (siehe oben). Band II.5.1: Altstadt Heidelberg, ab Seite 274






 

Heidelberg (Kurpfalz; Baden-Württemberg), barocke Jesuitenkirche (jetzt katholische Pfarrkirche Heilig Geist und Sankt Ignatius) am Richard-Hauser-Platz / Schulgasse 1, errichtet in zwei Bauabschnitten 1711-1723 und 1749-1759 aus Neckartäler Sandstein, Baumeister / Architekt war anfangs Johann Adam Breunig (um 1660-1727), später Franz Wilhelm Rabaliatti (um 1716-1782); der Kirchturm in neobarocken Formen mit gemauerter Sandsteinhaube, kupferner Turmkugel und Turmkreuz erst 1868-1872 nach Entwurf des erzbischöflichen Baumeisters Friedrich Feederle (1825-1869; auch, aber falsch: Federle); einige Aufnahmen aus dem Innenraum der Hallenkirche, Blick in Richtung Kanzel und Altar. Auf beschrifteten Wandkonsolen geschnitzte und farbig gefasste / vergoldete Plastiken in der Reihenfolge: St. Juliana mit Schwert und Palmzweig, St. Hubertus mit Bischofsstab, Buch und Hirsch, St. Augustinus mit Bischofsstab und Engel (Kind), St. Ambrosius mit Bischofsstab und Bienenkorb, alles perfekt restauriert; nach Auskunft der Gemeinde Heilig Geist (Öffentlichkeitsarbeit, Frau Wolf, per E-Mail am 20.3.2020) stammen diese Plastiken aus der Zeit um 1770 und wurden aus der Gemeinde St. Leon (südlich von Heidelberg) hierher übertragen, ursprünglich gehörten sie zur Ausstattung der Heidelberger Karmelitenkirche (Kirche des heute nicht mehr existierenden Karmelitenklosters Heidelberg). Einige Aufnahmen von Doris Rauscher, Aufnahmedatum: 5.9.2019

Literatur und weitere Informationen:
Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland - Kulturdenkmale in Baden-Württemberg. Stadtkreis Heidelberg. Herausgegeben vom Landesamt für Denkmalpflege ... (siehe oben). Band II.5.1: Altstadt Heidelberg, ab Seite 450
Erzbischöfliche Bauämter - Aus unserem Schaffen, Schriftenreihe der "Gemeinschaft christlicher Künstler, Erzdiözese Freiburg", Heft 17/2008, Seiten 196-198 mit einem Bericht zur umfassenden Renovierung und Neugestaltung des Innenraums der Kirche in den Jahren 2001-2004






 

Weitere Fotos von Gebäuden, Straßen und Plätzen sowie Architekturdetails im Altstadtgebiet von Heidelberg finden Sie auf der vorangegangenen Seite. Bilder zum Heidelberger Schloss sehen Sie in der Stockphoto-Galerie Nr.3, siehe hier:

 

 


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Stadtkirche, Kleinstadtkirche, Stadtfriedhof, Dom, Kloster, Stift, Grabmal, Mausoleum


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Schloss, Stadtschloss, Schlosspark, Herrenhaus, Gutshaus, Burg


Stockphoto-Galerie Nr.5
Texturen, Strukturen, Materialien, Baustoffe

  

 

 

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