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Architekturfotografie und denkmalpflegerische Bilddokumentation

Bildarchiv Norbert Rauscher - Fotoarchiv historische Architektur
Baudenkmale und Architekturgeschichte in der Toskana (Italien)

 

Stockphoto-Galerie Nr.2b

Stadtkirche, Stadtfriedhof, Kathedrale, Dom, Kloster, Stift, Hospital, Grabmal, Mausoleum
Historische kirchliche Gebäude und Architekturdetails

 

Fotograf und Urheberrecht:  Dipl.-Architekt Norbert Rauscher
D-16548 Glienicke/Nordbahn, Kieler Straße 16, Telefon: (033056) 80010, E-Mail: n.rauscher@web.de
Internet: www.fotografie-architektur.de, www.fotografie-landschaft.de
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Lucca (Region Toskana; Italien), romanische Kirche / Chiesa di San Pietro Somaldi, errichtet im späten 12.Jahrhundert durch Umbau einer Vorgängerkirche aus dem 8.Jahrhundert, Hauptfassade vollendet 2.Hälfte 13.Jahrhundert aus Sandstein-Quadermauerwerk in Kombination mit Marmor / Kalkstein und dunkelgrünem Serpentin für Gliederungs- und Gestaltungselemente; gestufter zweigeschossiger Arkadengiebel mit Rundbogenarkaden auf Säulen (rundbogige Säulengalerie), ein Beispiel für die am Dom von Pisa orientierte toskanische Romanik ("Pisaner Romanik"); Oberteil des Glockenturms im 14.Jahrhundert aus Ziegelmauerwerk fertiggestellt mit jeweils unter Blendbögen gekuppelten Zwillingsarkaden, Drillingsarkaden und Vierlingsarkaden; auf dem Torsturz über dem Hauptportal ein Marmorrelief von Guido Bigarelli da Como von 1248 mit Darstellung der Schlüsselübergabe an Petrus; Aufnahmedatum: 20.6.2017









 

Lucca (Region Toskana; Italien), spätromanische Kirche / Chiesa di San Francesco an der Piazza San Francesco, errichtet als Klosterkirche der Franziskaner ab 1228, in den folgenden Jahrhunderten weitergebaut mit diversen Umbauten und Veränderungen auch im Zusammenhang mit dem nördlich angrenzenden Kloster, Fassade bis zum Hauptgesims im 13.Jahrhundert, darüber einschließlich Rosette im 17.Jahrhundert fortgesetzt und in der Spitze vollendet 1930, letzte Restaurierung abgeschlossen 2013. Einschiffige Saalkirche als schlichter Ziegelbau / Backsteinbau unter flachgeneigtem Satteldach, inkrustierte / vorgesetzte westseitige Schaufassade aus Kalkstein (weitere Informationen dazu siehe hier: ), zu beiden Seiten des Hauptportals Rundbogenblenden auf flachen Pilastern, darin jeweils ein vorgesetzter überdachter Sarkophag (Bogengrab); das Flächenmauerwerk der Fassade als Quadermauerwerk aus hellgrau-weißem Kalkstein gegliedert durch dunkelgraue Kalksteinschichten ("gebänderte Fassade"), Gestaltungselemente aus rosa Kalkstein und teilweise aus dunkelgrünem Serpentin (linke Sarkophagüberdachung). Am westlichen Ende der Piazza steht eine Mariensäule (Madonna dello Stellario). Aufnahmedatum: 20.6.2017






 

Lucca (Region Toskana; Italien), vielfach umgebaute Kirche / Chiesa di San Giovanni (Chiesa dei Santi Giovanni e Reparata) an der Piazza San Giovanni; die Ursprünge gehen zurück bis ins 4.Jahrhundert, das romanische Hauptportal mit Figurenrelief 2.Hälfte 12.Jahrhundert als Bestandteil einer neu errichteten dreischiffigen Basilika mit Querhaus und Ostapsis, dieser Baukörper ist im Wesentlichen bis heute erhalten, die Fassade im Übrigen nach Umbau des Kirchengebäudes fertiggestellt um 1620 in den Formen der Spätrenaissance unter Einbeziehung des romanischen Portals; das Mauerwerk des Gebäudes besteht inzwischen aus einem Sammelsurium von Sandstein, verschiedenen Kalksteinen und Ziegeln / Backsteinen, Details über dem Hauptportal aus dunkelgrünem Serpentin und Marmor. Flächenmauerwerk der Fassade aus verschiedenen weiß-hellgrauen Kalksteinquadern, gegliedert durch horizontale Bänder aus mittelgrauem Kalkstein, Fassadengestaltung durch flache gestufte Pilaster mit Kapitell unter dem Hauptgesims, darüber übergiebelter Mittelteil wiederum zwischen Pilastern sowie seitliche Voluten. Beidseits des Hauptportals Ädikula-Figurennischen mit Segmentbogengiebel. Campanile aus Naturstein-Backstein-Mischmauerwerk (Bauzeit ?). Die letzten Bilder zeigen das Sandstein-Quadermauerwerk im Sockelbereich des südlichen Querhauses mit Schaberillen (eventuell aus religiösen Gründen entstandene Kratzspuren / Kratzrillen / Wetzrillen, weitere Hinweise zu diesem Thema in Deutschland siehe hier: ). Aufnahmedatum: 19.6.2017, die letzten beiden Bilder 18.6.2017 am Abend

Ausführliche Informationen zum archäologischen Teil der Kirche unter www.museocattedralelucca.it









 

Lucca (Region Toskana; Italien), Westfassade der Kirche / Chiesa di San Cristoforo an der Via Fillungo, entstanden auf einem Vorgängerbau im 12.Jahrhundert als dreischiffige Basilika, Fassade im 14.Jahrhundert verändert (umgebaut oder neu vorgesetzt unter Einbeziehung älterer Bauteile ?, die Rosette soll jedenfalls aus dieser Zeit stammen); nach der Säkularisierung zwischen 1939-1940 innen radikal umgebaut zur Gedenkstätte für gefallene Soldaten, heutige Nutzung als kommunales Gebäude für kulturelle Veranstaltungen und Ausstellungen. Flächenmauerwerk der vorgesetzten / inkrustierten Fassade aus akkurat gearbeiteten weiß-hellgrauen Kalksteinquadern, gegliedert durch horizontale Bänder aus dunkelgrauem Kalkstein ("gebänderte Fassade"), architektonische Gliederung unter dem Hauptgesims durch vorgeblendete Rundbogenarkaden auf Dreiviertelsäulen, in der Mitte das romanische (?) Portal mit gestuften Laibungen (im Wechsel Kalkstein und Serpentin), bildhauerisch ausgearbeitete Elemente aus Sandstein und Kalkstein, zwei Portallöwen nur noch in Resten erhalten; in den äußeren Blendbögen jeweils ein Nebenportal, über dem Hauptgesims der Mittelteil mit großer Fensterrosette, Ortganggesimse mit Rundbogenarkaden. Man beachte insgesamt die Ähnlichkeiten des Portals mit dem Portal der vorstehend gezeigten Chiesa di San Giovanni. Der übrige Baukörper und der Campanile schlicht aus Sandstein- und Ziegelmauerwerk. Aufnahmedatum: 19.6.2017







 

Lucca (Region Toskana; Italien), Dom (Kathedrale) / Duomo (Cattedrale) San Martino an der Piazza San Martino; ein Vorgängerbau wohl im 6.Jahrhundert entstanden, im 8.Jahrhundert Bischofssitz, im 11.Jahrhundert Umbau zur fünfschiffigen romanischen Basilika (Weihe 1070) mit vermutlich nur im Rohbau fertiggestellter Westfassade, später vor dieser Fassade ein separates Bauteil mit prachtvoller Inkrustationsfassade 1204 errichtet, im 14. und 15.Jahrhundert das Kirchenschiff (jedoch nicht den Fassadenvorbau) teilweise in gotischen Formen erneuert / umgebaut zur dreischiffigen Basilika mit zweischiffigem Querhaus, bei der Außengestaltung blieb jedoch auch nach den Umbauarbeiten insgesamt die romanische Formensprache erhalten. Das Gebäude im Wesentlichen aus Kalkstein-Quadermauerwerk, Zierelemente und bildhauerische Arbeiten besonders der Schaufassade aus verschiedenfarbigen Kalksteinen sowie Marmor und dunkelgrünem Serpentin. Ostapsis des Mittelschiffs unten mit Blendarkaden und oben mit Arkadengalerie, begehbar wie ein Laubengang; im 17.Jahrhundert beidseitig Erweiterungen (oder Umbauten ?) jeweils im Zwickel zwischen Chor und Querhaus durch Kapellen mit Kuppeldach. Campanile / Glockenturm mit rundbogigen Fensterarkaden (Zwillingsarkaden, Drillingsarkaden, Vierlingsarkaden) und ghibellinischen Zinnen, unten Sandsteinmauerwerk, oben Kalkstein, vermutlich im frühen 12.Jahrhundert als freistehender Turm errichtet, jedenfalls vor Baubeginn des Fassadenbauwerks (daher die Asymmetrie der später eingepassten Schaufassade), letzte Turmrestaurierung 2016 abgeschlossen.

Fassadenbauwerk der Westseite mit inkrustierter Schaufassade fertiggestellt 1204 (Inschrift) unter dem Baumeister und Bildhauer Guidetto da Como mit gestalterischer Orientierung am Dom von Pisa ("Pisaner Romanik", "Toskanische Romanik"). Wuchtige dreibogige Arkaden-Vorhalle (Narthex) mit Rundbögen, darüber gestufter dreigeschossiger Arkadengiebel mit (nicht öffentlich) begehbaren Säulengalerien / Rundbogenarkaden (seitlich offene rundbogige Galerien / Laubengänge auf Säulen, in Italien nicht ganz zutreffend auch als Loggia bezeichnet) in höchst aufwendiger Gestaltung mit bildhauerischen Arbeiten und Natursteinintarsien, ein geplantes viertes Arkadengeschoss wurde nicht mehr ausgeführt. Auf Konsolen das Reiterstandbild des heiligen Martin mit Bettler in Kopie (Original im Innenraum). Ausstattung der Vorhalle mit Reliefs 1233-1257 durch Guido Bigarelli und andere Künstler sowie 1260-1270 durch Nicola Pisano, Portaltüren von 1498 und 1520, Fußboden mit Kalkstein- und Marmorplatten. Der Baukörper über der Vorhalle samt Schaufassade ist auch von außen sichtbar ein eigenständiges romanisches Bauteil unter eigenen Dächern vor dem später teils gotisch erneuerten Kirchengebäude. Aufnahmedatum: 19.-20.6.2017, die große Gesamtaufnahme der Südostseite des Doms am 20.6.2017 von Doris Rauscher.
























Die folgenden Fotos am 18.6.2017 bei flach stehender Abendsonne; die zentrale große Portaltür aus Holz in der Arkaden-Vorhalle des Doms von Masseo di Bertone Civitali und Jacopo di Marco di Villa Basilica 1498, ein geschnitztes Prachtstück der Renaissance im romanischen Portalgewände. (Angaben nach: Le Dimore di Lucca. L'arte di abitare i palazzi di una capitale dal Medioevo allo Stato Unitario. Herausgegeben von Emilia Daniele, Florenz 2007, Seite 147)




 

Lucca (Region Toskana; Italien), Dom (Kathedrale) / Duomo (Cattedrale) San Martino an der Piazza San Martino (Beschreibung siehe oben), verschiedene Aufnahmen aus dem Innenraum; zuerst das teilweise in gotischen Formen erneuerte Mittelschiff mit Kreuzgewölbe im Langhaus, Freskomalerei 1678-1681 in der Apsis von Giovanni Coli und Filippo Gherardi; ein Fußbodenmosaik aus Marmor und Kalkstein; eine Gedenkwand (ähnlich Grabmal / Epitaph) für drei berühmte Kardinäle des Doms; Freiheitsaltar von Giambologna (Giovanni da Bologna) 1579 mit der Statue des auferstehenden Christus in der Mitte; Altar des heiligen Regulus von Matteo Civitali 1484, flankiert von St. Johannes links und St. Sebastianus rechts; Original des Reiterstandbildes des heiligen Martin mit Bettler von einem unbekannten Bildhauer des 13.Jahrhunderts (Kopie an der Außenfassade); die Orgel im linken (nördlichen) Seitenschiff sowie ein leider nicht näher bezeichnetes Gemälde im rechten Seiteschiff; Aufnahmedatum: 19.6.2017






 

Lucca (Region Toskana; Italien), Kirche / Chiesa di San Romano an der Piazza San Romano, entstanden im 13.Jahrhundert als Klosterkirche der Dominikaner, im 14. und 15.Jahrhundert erweitert / umgebaut, Innenraum 1660-1666 vollständig umgebaut / umgestaltet unter dem Architekten Francesco Buonamici (1596-1677); die Fassaden unvollendet, wohl weil noch während der Bauzeit die Kirche an Bedeutung verlor. Diesem Umstand ist zu verdanken, dass das Grundmauerwerk der Westfassade im Rohbauzustand aus Ziegeln / Backsteinen des (vermutlich) 13.Jahrhunderts erhalten ist für eine ehemals zur Ausführung geplante Schaufassade als Inkrustations-Fassade (Vorsatz-Fassade) aus edlen Materialien, in Lucca meist Marmor, Kalkstein und Serpentin. Der horizontale streifenförmige Versatz der Ziegelschichten (stehende Verzahnungen) sollte dem besseren kraftschlüssigen Verbund mit dem geplanten Inkrustationsmaterial dienen, vielfach zu beobachten an unvollendeten Kirchenfassaden in Italien; weitere Informationen dazu siehe hier: . Heutige Nutzung des prachtvoll barock ausgestatteten und restaurierten Innenraums der Kirche als Veranstaltungs- und Konzertsaal. Campanile aus Ziegelmauerwerk wohl 13.Jahrhundert, inzwischen mit diversen Umbau- und Reparaturspuren. Aufnahmedatum: 19.6.2017



 


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Stockphotos sind Lagerfotos, Fotos im Bestand, die entweder zum Verkauf angeboten oder nur der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Der Begriff "stockphoto" (stock photo, stock-photo, stock photography) wurde in den USA eingeführt und hat sich in dieser Schreibweise international etabliert. Der hier zum Verkauf angebotene qualitativ hochwertige Architekturfoto-Lagerbestand ist ursprünglich aus der Planungstätigkeit von Atelier Rauscher Architektur entstanden. Er wird inzwischen als eigenständiges Bildarchiv über den bisherigen Rahmen hinaus geführt und fortlaufend erweitert. 

 

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